Der Stadthäger Rat hat mit großer Mehrheit dafür gestimmt, den Zuschuss zur Unterstützung der Arbeit des Stadtmarketingvereins Stadthagen (SMS) auf 50.000 Euro zu erhöhen. Damit wird auch die Finanzierung des Weihnachtsmarktes sichergestellt. Auch eine engere Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftsförderung und SMS wurde auf die Schiene gebracht.
Bei der Aussprache zum Thema tauschten die Ratsherren noch manche Spitze aus, in denen sich die Spannungen der vorausgehenden Diskussionen widerspiegelten. Im Ergebnis zeichnet sich jedoch eine Entwicklung ab, die zu einer intensiveren Unterstützung des SMS-Vorstandsteams durch die hauptamtlichen Mitarbeiter der städtischen Wirtschaftsförderung führen dürfte.
So bereitet der SMS eine Satzungsänderung vor, so dass in Zukunft auch nicht-stimmberechtigten Mitglieder im Vorstand zugelassen sind. Der Rat soll anschließend einen Beschluss zur Mitarbeit von Ricarda Mohr vom Team der Wirtschaftsförderung im Vereinsvorstand fassen.
Zuvor lautete der Vorschlag, Mohr als stimmberechtigtes Mitglied in den Vorstand wählen zu lassen, was vom zuständigen Ratsausschuss abgelehnt worden war. Dies hatte zunächst für großes Unverständnis beim ehemaligen SMS-Vorstand geführt. Der scheidende Vorsitzende Christoph Jäger hatte dieses bei der Mitgliederversammlung des Vereins zum Ausdruck gebracht.
Die Gruppe SPD/Grüne hatte Bedenken geäußert. Sie hatte dafür drohende Interessenkonflikte der Mitarbeiterin angeführt und sah die Aufgaben der städtischen Mitarbeiterin nicht klar definiert. Es gehe dabei auch um den Schutz der Mitarbeiterin. Vor dem Beschluss zu diesem Thema sollen solche Fragen nun genauer festgelegt werden. Anschließend soll hierzu noch einmal im Rat beschlossen werden.
Maximilian Höhnke (SPD) sah in der ergänzten Vorlage eine gute Lösung, um die Verzahnung von Verwaltung und SMS-Vorstand zu stärken. Jens Klugmann von der CDU schloss sich diesem grundsätzlich an. Er betonte dabei die Bedeutung der Arbeit, welche der SMS für Stadthagen erbringe. Veranstaltungen vom Weinfest bis zum Sundowner würden das Bild Stadthagens auch weit über die Stadtgrenzen hinaus prägen. Der Verein bringe sich in die Entwicklung des Standortes ein. Bei den sich wandelnden Rahmenbedingungen sei es folgerichtig, den Zuschuss für die Arbeit des SMS zu erhöhen. Wichtig sei auch die engere Verzahnung der Zusammenarbeit von SMS-Vorstand und Wirtschaftsförderung, um diesen zu entlasten. Grundsätzlich sei zu betonen, dass dessen ehrenamtliches Engagement Anerkennung und Unterstützung verdiene. Die CDU hatte in einer Pressemitteilung der Gruppe SPD/Grüne im Zusammenhang mit der Diskussion einen unangemessenen Umgang mit den Ehrenamtlichen vorgeworfen.
Lothar Biege, ehemals FDP-Fraktion, nach deren Auflösung nun Wählergemeinschaft Stadthagen, erklärte, dass er auch die Wahl von Ricarda Mohr als stimmberechtigtes Mitglied in den SMS-Vorstand mitgetragen hätte. Wichtig sei die engere Unterstützung des ehrenamtlichen Vorstandes, die nun angepeilt werde.
Jan-Philipp Beck (SPD) betonte, dass die Zusammenarbeit mit dem SMS auch bisher nicht schlecht gewesen sei, hier dürfe kein falscher Eindruck erweckt werden. Gegen eine engere Verbindung habe seine Gruppe auch nie argumentiert, es gehe um die Form der Zusammenarbeit. Mit dem nun eingeschlagenen Weg der Klärung der Rahmenbedingungen gehe man jedoch in die richtige Richtung. Thomas Pawlik und Sebastian Höltje führten an, dass der damalige Ausschussbeschluss einstimmig gefasst worden sei, die Ablehnung damals also nicht allein von der Mehrheitsgruppe getragen worden sei.
Am Ende wurde die Vorlage nahezu einstimmig angenommen. Die Erhöhung des Zuschusses wird auch dazu führen, dass der SMS den Weihnachtsmarkt in 2026 wieder auf die Beine stellen kann. Über die engere Anbindung der Wirtschaftsförderung wird wie erwähnt erneut beraten, hierbei dürfte es jedoch zu einer Einigung kommen.
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