(Gelldorf) | Schaumburger Wochenblatt

Die Fahrzeuge wurden bei dem Unfall stark beschädigt. (Foto: privat)

Gelldorf: Vorfahrt missachtet

Eine 38-jährige Frau aus Helpsen hat am Donnerstag, 20. Juni, gegen 07.30 Uhr in Gelldorf beim linksseitigen Abbiegen von der Kreisstraße 14 einen von links kommenden Pkw Renault übersehen. Dieser hatte vorfahrtsberechtigt die Dorfstraße befahren. Im Einmündungsbereich stießen der Renault des 37-jährigen Nienstädters und der Pkw Fiat der aus Helpsen stammenden Verursacherin zusammen. Die 38-jährige Autofahrerin erlitt einen Schock und wurde in das Klinikum Schaumburg transportiert. Beide Fahrzeuge sind stark beschädigt worden und musste abgeschleppt werden.
Das Gesamtklinikum steht im Fokus (Foto: sk)

Das Gesamtklinikum steht im Fokus

Es ist und bleibt ein heikles Thema für den Landkreis: Das neue Gesamtklinikum in Vehlen. „Wie können wir den Bürger diese Entscheidung besser verständlich machen?” lautete die große Frage auf der Regionalkonferenz der CDU Schaumburg in Gelldorf. Unter den Wählern herrsche immer noch Unverständnis und Unsicherheit was das Thema angehe, merkten mehrere Stimmen gegenüber den Kandidaten der Wahlbezirke 2 (Stadthagen, Niedernwöhren) und 5 (Obernkirchen, Auetal, Nienstädt) an. Kreistags-Vize Horst Sassenberg nahm gleich Bezug auf die angespannten Emotionen der Bürgern: „Gefühlt” mögen die Wege zum Klinikum vielen Landkreis-Bewohnern zu weit weg erscheinen. Rational gebe es allerdings „keinen besseren Standort im Landkreis”, um möglichst viele Bürger möglichst schnell zu versorgen, so der Obernkirchener Christdemokrat. Sowohl Obernkirchen als auch der restliche Landkreis würden vom Gesamtklinikums profitieren. Dieses sichere nicht nur die Grundversorgung, sondern fungiere darüber hinaus als Schwerpunktklinik. Nur so sei es gelungen, viele hochqualifizierte medizinische Fachkräfte für den Standort gewinnen zu können. Weiterhin würden die rund 900 Mitarbeiter des neuen Klinikums sich positiv auf Obernkirchen und angrenzende Orte wie Bückeburg oder Bad Eilsen auswirken. Und mit der Neueröffnung müsste der Landkreis nicht wie bisher für die „erheblichen Defizite” der Krankenhäuser Rinteln und Stadthagen aufkommen, fügte Sassenberg hinzu. Petra Ritter, Kreistagsbewerberin auch Nienstädt, erinnerte daran, dass bei den Planungen „das große ganze Gute” für die Schaumburger Bürger im Mittelpunkt gestanden hätte.
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Die Zwerge sind der Hit (Foto: wa)

Die Zwerge sind der Hit

Zahlen und Wahlen beim Trachtenverein Gelldorf: Mit einer eher schlechten Nachricht berichtete der erste Vorsitzende Michael Horstmeier vom Mitgliederrückgang im letzten Jahr. Nach 118 Mitgliedern sind es aktuell noch 106. Kein Grund für den Verein Trübsal zu blasen. Der Vorstand wurde erneut gewählt: Heinrich Eggelmann als 2. Vorsitzender, Sylvia Bornkessel als Kassenwartin, Christiane Eggelmann als Jugendwartin, Gerda Höhnerhoff als Trachtenwartin, als Kassenprüfer sind Brigitte Gläser und Dana Ernst verpflichtet. Schwierigkeiten gibt es allerdings, Vertreter für die Posten zu finden. „Das ist kein Dauerzustand. Und ehrlich: es ist nicht schwer und viel mehr hat man nicht zu tun – außer vier Vorstandssitzungen im Jahr”, sagte Horstmeier um potenzielle Vertreter zu animieren. 2016 stehen folgende Termine an: Ein Dorf schießt, Skat- und Knobelabend, Gelldorf räumt auf (16.4.), Grenzbegehung (18.5.), Barbarossafest im Juni, Teichfest Gelldorf, Erntefest (29.8. bis 4.9.), Landestrachtenfest in Wolfenbüttel. Im Jahr 2015 hat der Trachtenverein insgesamt 21 Übungsabende verbracht und 8 Auftritte gehabt. Unter anderen in Hildesheim beim Tag der Niedersachsen. „Unsere Zwerge sind der Hit”, sagte Christiane Eggelmann. Zehn Kinder gehören zum Trachtennachwuchs. Seit Dezember sind auch zwei syrische Flüchtlinge mit dabei. Andreas Hofmann: „Es ist wichtig schon Kinder an unsere Tradition und Kultur heranzuführen, das ist uns hier gelungen.” Hofmann ist neben seiner Mitgliedschaft im Trachtenverein Gelldorf auch Ansprechpartner des Netzwerkes „Obernkirchen hilft” für Flüchtlinge in Obernkirchen und Ortsteile. Foto: wa
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Am 31. Oktober steht ein ganz besonderer Höhepunkt in der Liste der Gelldorfer Veranstaltungen an: Denn am 31. Oktober, Sonnabend, ist eine Fahrt zum Brockumer Großmarkt geplant. Auch in diesem Jahr sind die Festtage des Brockumer Großmarktes wieder vollgepackt mit einem bunten Unterhaltungsprogramm. Ob Vergnügungsmarkt, Gewerbe-, Landmaschinenschau oder Tourismusmesse...der Brockumer Großmarkt hat alles im Angebot. Hier wird für jeden etwas geboten, egal ob Jung oder Alt. An dem letzten Oktober Wochenende steht der ganze Ort Kopf, mit weit über 700 Marktbeschickern und Schaustellern zählt dieser Bauernmarkt zu den größten Volksfesten in Deutschland. Hier ist alles vertreten, von Bananenjoe und Aal-Dieter, vom Scherenschleifer bis zum Korbmacher und noch vieles mehr. Die Verkaufsstände sind über den ganzen Ort verteilt. Auf einer großen Freifläche ist der große Vergnügungspark mit vielen Neuheiten, unter anderem dem größten Riesenrad der Welt, aufgebaut. Große Zelte mit mehreren Musikkapellen laden zum Feiern ein. Modenschauen und Kochverführungen runden das Ganze ab. Zu dieser Fahrt sind alle Geldorfer, Freunde und Bekannte herzlich eingeladen. Egal on Jung oder Alt, jeder ist willkommen. Mit der Anmeldung werden Plätze im Bus reserviert, jeder Fahrgast erhält bei der Anmeldung zudem ein Los und nimmt an einer Tombola teil. Die Abfahrt ist am Sonnabend um 9 Uhr. Haltestellen sind Wiesenstraße, Schäferstraße, Haltestelle Bauer Schwarz und Dorfstraße. Der Fahrpreis beträgt 20 Euro pro Person, Jugendliche zahlen 10 Euro. Anmeldungen sind ab sofort bei Ernst Seggebruch, Wiesenstraße 13, 31683 Obernkirchen, 05724/9770998, möglich.
Zähne zeigen ist angesagt (Foto: nb)

Zähne zeigen ist angesagt

Courage zeigen und die Arbeitgeber nicht mit ihren Angeboten durchkommen lassen: Etwa 120 Beschäftigte der Bornemann GmbH legten dafür gestern Vormittag ihre Arbeit nieder. Als eine von vier Firmen beteiligten sie sich am Warnstreik, zu dem die IG Metall in der Schaumburger Metall- und Elektroindustrie aufgerufen hatte. Gut sichtbar in neongelben Streikwesten hatten sie sich ab 9 Uhr vor dem Haupttor des Firmengeländes an der Gelldorfer Industriestraße postiert, um ihrer Unzufriedenheit mit der Entlohnung spürbar Nachdruck zu verleihen. In der diesjährigen Tarifrunde für die niedersächsische Metallindustrie hatte die IG Metall eine Entgelterhöhung von 5,5 Prozent mit einer Laufzeit von zwölf Monaten gefordert. Als zweites Ziel hatte sich die Gewerkschaft gesetzt, über einen Tarifvertrag für dual Studierende zu verhandeln. Für diese Auszubildenden sollen ebenfalls tariflich abgesicherte Einkommens- und Ausbildungsbedingungen abgeschlossen werden. Nach Angaben des Betriebsratsvorsitzenden Axel Weinert betreffe dies bei Bornemann zurzeit 15 der insgesamt 501 beschäftigten Mitarbeiter. Im Vordergrund stehe in diesem Jahr jedoch klar eine höhere Bezahlung und mit dem bisherigen Angebot der Arbeitgeber möchte sich niemand abspeisen lassen: Es beinhaltet eine Entgelterhöhung von 2,3 Prozent, von der die Monate Mai und Juni jedoch ausgenommen sein sollen. Sie erstreckt sich über 13 Monate, was auf zwölf Monate umgerechnet etwa 1,9 Prozent ausmacht. „Katastrophal”, sagte Peter Voigt, Gewerkschaftssekretär der IG Metall in Stadthagen. „Jetzt ist es Zeit, die Zähne zu zeigen, das haut einfach nicht hin”. „Das ist eigentlich eine Frechheit”, urteilt auch Weinert. Bei einer Inflationsrate von zwei Prozent im vergangenen Jahr und einer ähnlichen Prognose für das laufende bliebe davon kaum etwas. Innerhalb der Friedenspflicht waren die Arbeitgeber zu keinen weiteren Verhandlungen bereit. „Sie haben es ausgesessen”, sagte Weinert. Erst am 13. Mai geht es in die nächste Verhandlungsrunde. „Das ist wieder Zeit, die ins Land geht und wo nichts passiert. Den meisten Unternehmen geht es gut, aber die Mitarbeiter profitieren nicht davon.” Zumindest ein Stückchen vom Kuchen wünschen sich auch die Bornemann-Beschäftigten. Sie sind bereit dafür einzustehen und verzichten dafür auf bezahlte Arbeitsstunden. Weinert lobte das Engagement der Belegsschaft als tolle Leistung, für den ersten Warnstreik und eine kurzfristige Bekanntmachung sei die Beteiligung gut. Andere Kollegen hätten sich an diesem Tag absichtlich Urlaub genommen, um ebenfalls nicht bei der Arbeit zu sein. „Das ist es uns Wert”, heißt es aus einer Kollegengruppe, „wir denken schon, dass das ‚fruchten‘ wird, was wir hier machen.” Die halbe Produktion ruhte und LKW verließen unverrichteter Dinge das Gelände. Bei Hautau und Lühr bot sich ein ähnliches Bild, ebenso bei den Fränkischen Rohrwerken in Bückeburg, deren Streik noch bis heute andauert. Übermorgen geht es mit Faurecia in Stadthagen weiter.Foto: nb
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