Mit einem ganz besonderen Projekt hat Kerstin Klotz, Geschäftsführerin der Wirtschaftsbetriebe Stadthagen, die beiden Kinderschutzbünde Schaumburg und Rinteln unterstützt. Durch ihre Arbeit im Stadthäger Präventionszentrum war der Kontakt zu Jessika Otto (Kinderschutzbund Schaumburg) und Ann-Kathrin Franke (Kinderschutzbund Rinteln) zustande gekommen. Mit der Idee von Klotz, Eltern mit kleinen Kindern einen Begegnungsort zu schaffen, an dem sie spielerisch und ohne Druck Bindung, Vertrauen und Sicherheit in einem geschützten Raum entwickeln können, entstanden „Janet Aqua Gaming“ und Babysauna“.

Der Kinderschutzbund bietet Unterstützung für Familien an

Die Kinderschutzbünde verstehen sich hier als Unterstützungseinrichtung insbesondere für Familien, die durch Krankheit eines Elternteils, Trennung aus familiären oder beruflichen Gründen, Stärkung zur familiären Bindung annehmen. Oftmals ist den betreuten Familien ein gemeinsamer Schwimmbadbesuch aus finanziellen oder organisatorischen Gründen nicht möglich. Gerade für Eltern, die vielleicht selbst unsicher im Wasser sind, entsteht in den Projekten ein geschützter Rahmen, schildert Kerstin Klotz die Idee. Ende März konnten zwei Gruppen das Kommunikationsbecken für ein ganz bewusst einfach gehaltenes, kindgerechtes Spielkonzept genießen. Janet, Aqua-Trainerin und Mitglied im Wellnessteam des Tropicana, hatte ein Konzept entwickelt, bei dem Eltern, Kinder und Geschwister gemeinsam im warmen Wasser spielen, entdecken und kuscheln konnten und das ganze ohne Druck, ohne Leistung und ohne richtig und falsch. Vertrauen ineinander und Vertrauen in das Medium Wasser stehen im Mittelpunkt des Konzeptes.

Spiel, Spaß und Vertrauen stehen im Vordergrund

Jeweils 14 Kinder mit Eltern, betreut von Janet, Ann-Kathrin Franke und Jessika Otto, hatten das Angebot angenommen. Der 9-jährige Louis unterstützte tatkräftig. Kosten für die Eltern waren nicht entstanden. Kerstin Klotz hatte den Besuch gesponsort. Die Chefin des Tropicana wollte mit der Aktion bewusst ein Zeichen setzen. „Kinderschutz heißt nicht Eingriff – sondern Begleitung! Nicht Kontrolle - sondern Vertrauen! Nicht Stigma - sondern Unterstützung!“ Ihr Engagement mit und für den Kinderschutz zeigt, dass das Freizeitbad gesellschaftliche Verantwortung übernimmt, schilderte sie ihre Motivation. Problembelastete Familien sollen einen unbeschwerten Tag erleben dürfen und:“ … Kinderlachen im Wasser – als Symbol dafür, dass Unterstützung auch Freude bedeuten kann.

Ein zweites Projekt - Babysauna

Ein zweiter, aus Sicht von Kerstin Klotz besonders berührender Termin, findet Anfang April statt. Unter dem Titel „Babysauna“ werden sechs Babys und ihre Begleitpersonen ein ganz besonderes Erlebnis teilen. Der enge Körperkontakt, die ruhige Atmosphäre, das bewusste Wahrnehmen des eigenen Kindes soll die Bindung zwischen Eltern und dem Baby fördern. Alltagsstress wird reduziert, die besondere Nähe und die sanften Berührungen sorgen für kurze aber intensive Bindungsmomente. Die beiden Aqua-Gaming-Termine waren begeistert angenommen worden und auch die Babysauna war schnell ausgebucht. Klotz und die beiden beteiligten Kinderschutzbünde planen, mit den Erfahrungen aus den ersten Veranstaltungen an dem Projekt weiter zu arbeiten. Das Schaumburger Wochenblatt hatte die Gelegenheit, „Janets Aqua Gaming“ zu beobachten und war begeistert von der Atmosphäre und der Freude, mit der wirklich alle Beteiligten die Stunde genossen. Auf Fotos wurden aus Gründen des Schutzes der Familien verzichtet.