Bei einer Kundgebung und Menschenkette in der Bückeburger Niederung haben sich am 17. Mai nach Angaben der Organisatoren zahlreiche Menschen für ihre Vorstellungen einer besseren Bahnpolitik im ländlichen Raum ausgesprochen. Geschätzt waren gut 1000 Menschen dem Aufruf gefolgt, ein deutliches Zeichen zu setzen. Dadurch war die Menschenkette auch über einen Kilometer lang. Die Aktion stand unter dem Motto, den Ausbau der Schiene voranzubringen, ohne Natur und Kulturlandschaft durch neue Hochgeschwindigkeits-Trassen zu beeinträchtigen. Die Bilder der Menschenkette wurden durch ein breites Medienecho auch landesweit bekannt.
Hinter der Initiative steht die Bürgerinitiative BIGTAB e.V., die sich gemeinsam mit regionalen Gruppen gegen die geplanten Neubauvarianten V3 und V4 der Deutschen Bahn stellt. Nach Ansicht der Kritiker würden die Trassen erhebliche Eingriffe in Naturschutzgebiete, landwirtschaftliche Flächen und sensible Lebensräume in der Region zwischen Ostwestfalen und Seelze verursachen.
Die Initiatoren betonten zugleich, man richte sich nicht grundsätzlich gegen die Bahn. Vielmehr gehe es um eine leistungsfähige, verlässliche und klimafreundliche Schiene, die stärker auf den Ausbau bestehender Strecken setzt. Gefordert werden unter anderem mehr Kapazität auf der Bestandsstrecke, Modernisierungen und eine bessere Einbindung der Öffentlichkeit in die Planung.
Unterstützung erhielt die Aktion auch überregional von mehreren Initiativen und Verbänden.