Schaumburger Wochenblatt
  1. Mit einer Doppelspitze und auf kurzen Wegen

    Bündnis 90/Die Grünen bilden eigenen Rodenberger Ortsverband

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    SAMTGEMEINDE RODENBERG (al). Eineinhalb Jahre vor der nächsten Kommunalwahl haben sich Grünen-Politiker für einen eigenen Ortsverband in der Samtgemeinde Rodenberg entschieden. Er zählt derzeit 18 Mitglieder. Bisher waren die hiesigen Parteimitglieder nur eine so genannte Ortsgruppe im Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen. "Umständlich und aufwändig", nennt der Lauenauer Karsten Dohmeyer das Konstrukt: "Ein Ortsverband hat dagegen kurze Abstimmungswege und kann zügig Entscheidungen treffen." Dohmeyer, der dem Rat der Samtgemeinde Rodenberg angehört und seit neun Jahren sich kommunalpolitisch engagiert, wurde gemeinsam mit der ebenfalls aus Lauenau stammenden Rosita Vollmer als Doppelspitze des Ortsverbands gewählt. Zum engeren Vorstand gehört der Rodenberger Stefan Mades als Kassenwart. Damit gibt es neben Bückeburg und Bad Nenndorf jetzt den dritten Ortsverband in Schaumburg. Dohmeyer und Vollmer bilden nach eigenen Angaben "den Realo-Flügel" innerhalb der Partei ab. Bis auf Pohle wissen sie in jeder Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Rodenberg Unterstützer. "Das sollen aber noch mehr werden", hofft das Duo. Kreisweit sind derzeit 150 "Grüne" registriert. Die Zahl von 200 Personen wird als realistisch angesehen. Der Vorstand hat sich zunächst die aktive Unterstützung des landesweiten Volksbegehrens für Artenvielfalt vorgenommen. Naturschutzbund (Nabu), Bündnis 90/Die Grünen und weitere Verbände sammeln Unterschriften, um dem Naturschutz im Land mehr Gewicht zu geben. Ein noch zu entwickelnder eigener Flyer soll die hiesigen Listen rasch füllen helfen. Weiterhin will sich der Ortsverband über seine in den Räten vertretenen Mitglieder für ökologisch orientierte Wohngebiete bis hin zu Flächen für Passiv- oder Niedrigenergiehäuser sowie für Photovoltaik-Anlagen auf kommunalen oder privaten Dachflächen einsetzen. Auch einen touristischen Impuls soll es geben, nachdem die im Rathaus eigens geschaffene Stelle wieder frei und nicht mehr besetzt wird. Dohmeyer und Vollmer denken an QR-Codes an besonderen touristischen Objekten und die Einbindung Ehrenamtlicher, die vor Ort gute Sachkenntnis zum Beispiel für die Ausweisung von Wander- und Radwegen besitzen. Den direkten Kontakt mit der interessierten Öffentlichkeit will der Ortsverband durch einen regelmäßigen "grünen Tisch" beginnen. Auftakt ist am Freitag, 20. März, um 19 Uhr im "Klaus-Burschel-Zimmer", dem Seminarraum des Fleckens im Haus Am Markt 3 (Eingang gegenüber der Sparkasse). Foto: al

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