Stark sein ohne Gewalt | Schaumburger Wochenblatt

Stark sein ohne Gewalt

Übungen zur Selbstverteidigung als Bestandteil des Projekts (Foto: privat)
Übungen zur Selbstverteidigung als Bestandteil des Projekts (Foto: privat)
Übungen zur Selbstverteidigung als Bestandteil des Projekts (Foto: privat)
Übungen zur Selbstverteidigung als Bestandteil des Projekts (Foto: privat)
Übungen zur Selbstverteidigung als Bestandteil des Projekts (Foto: privat)

In einem Projekt zur gewaltfreien Kommunikation befassten sich die Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen in der Lauenauer Albert-Schweitzer-Schule sowohl theoretisch wie praktisch mit zahlreichen Fragen zur Konfliktprävention: Wie gehe ich mit Streit um? Was kann ich gegen Mobbing und Ausgrenzung tun? Wie schütze ich meine eigenen Grenzen, ohne andere zu verletzen?

Die erfahrene Präventionstrainerin Claudia Berger, Gründerin von „Sheriff for Kids“, begleitete die Kinder dabei, sich mit ihren Gefühlen und ihrem Verhalten auseinanderzusetzen.

Hierbei ging es um Themen aus ihrem Alltag, wie die Gefahren des Internets, Mobbing, Ausgrenzung und den Umgang mit Streitigkeiten. Die Kinder lernten, Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen, Grenzen zu erkennen und respektvoll miteinander umzugehen.

Das Projekt wurde auch bewegungsreich: Schritt für Schritt führte Berger die Schülerinnen und Schüler an erste Capoeira-Bewegungen und Übungen zur Selbstverteidigung heran.
Dabei stand nicht das Kämpfen im Mittelpunkt, sondern die Erfahrung, selbstbewusst aufzutreten, auf andere zu achten und die eigenen Grenzen sowie die des Gegenübers zu respektieren.

Die gemeinsamen Stunden machten deutlich: Wahre Stärke bedeutet nicht, sich gegen andere durchzusetzen. Vielmehr geht es darum, Konflikte friedlich zu lösen, Grenzen zu setzen, andere zu respektieren und bei Ausgrenzung nicht wegzuschauen. Das Projekt leistete damit einen wertvollen Beitrag zu einem vertrauensvollen und friedlichen Miteinander an der Albert-Schweitzer-Schule.

Organisiert wurde das Projekt von Schulsozialarbeiterin Kristina Radevic. Möglich wurde das Projekt durch die Förderung der Gesamtgemeinde Rodenberg, die die Kosten übernahm. Jährlich sieht der Haushalt ein Budget für die Gewaltprävention vor.


Winfried Gburek
Winfried Gburek
Freier Redakteur Schaumburger Wochenblatt
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