Der aktuelle „Schaumburger Sozialbericht 2026“ wurde offiziell vom Landkreis vorgelegt und im Mai im Fachausschuss behandelt. Er beleuchtet auf kommunaler Ebene umfassend Themen wie Demografie, Einkommen, Armut, Bildung und Pflege.
Nach einer umfassenden Auswertung des Sozialberichts durch die Samtgemeinde Rodenberg, kommt die Verwaltung zur Feststellung, dass die Ergebnisse ein ausgesprochen positives Bild der sozialen Lage in der Samtgemeinde wiedergeben, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung durch Samtgemeindedirektor Dr. Thomas Wolf.
In nahezu allen zentralen Bereichen – von Familienfreundlichkeit über wirtschaftliche Stabilität bis hin zur sozialen Sicherheit – gehöre Rodenberg zu den stärksten Kommunen im gesamten Landkreis, so ein Resümee.
Grundlage der Untersuchung ist die kreisweite Analyse „Die soziale Lage im Landkreis Schaumburg“, die vom Sozialamt des Landkreises erstellt wurde. Dafür wurden unter anderem Daten des Landesamtes für Statistik Niedersachsen, des Zensus 2022 sowie Fachstatistiken aus Sozialverwaltung, Jobcenter und Pflegebereich ausgewertet.
Besonders hervorzuheben sei die demografische Entwicklung der Samtgemeinde. „Während viele Regionen mit Überalterung und Bevölkerungsrückgang kämpfen, wächst die Samtgemeinde Rodenberg weiter. Zwischen 2018 und 2022 nahm die Bevölkerung um 1,8 Prozent zu.“
Verantwortlich dafür sei insbesondere ein deutlicher Zuzug junger Familien. „Die Zahlen zeigen eindrucksvoll, dass die Samtgemeinde Rodenberg ein attraktiver Lebensort für Familien ist. Unsere Investitionen in Kinderbetreuung, Schulen und Lebensqualität zahlen sich aus“, erklärt Samtgemeindebürgermeister Dr. Thomas Wolf.
Der Sozialbericht bescheinigt der Samtgemeinde zudem die jüngste Altersstruktur im gesamten Landkreis. Mit dem niedrigsten Altenquotienten aller Kommunen nimmt Rodenberg laut Bericht eine „Sonderrolle“ im Kreisgebiet ein. Gleichzeitig liege der Anteil älterer Menschen deutlich unter dem Kreisdurchschnitt.
Auch wirtschaftlich schneide die Samtgemeinde hervorragend ab. Die SGB-II-Quote liege mit 5,2 Prozent deutlich unter dem Kreisdurchschnitt von 8,2 Prozent. Im Vergleich zur Stadt Stadthagen ist das Risiko, auf Bürgergeld angewiesen zu sein, nahezu dreimal geringer.
Besonders positiv bewerte die Analyse die geringe Kinder- und Altersarmut. Nur rund 7,8 Prozent der Kinder leben in Haushalten mit SGB-II-Bezug – im Landkreis insgesamt sind es 13,1 Prozent. Bei der Altersarmut gehöre Rodenberg demnach mit einer Quote von lediglich 3,2 Prozent ebenfalls zu den besten Kommunen im Kreis.
„Die Samtgemeinde Rodenberg verfügt über eine starke soziale Mitte. Dass wir sowohl bei Kinderarmut als auch bei Altersarmut so gute Werte erreichen, ist ein wichtiges Signal für den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort“, so Wolf weiter.
Auch im Bereich Bildung und Betreuung werde der Samtgemeinde gute Werte bescheinigt. Die Betreuungsquote bei Kindern im Kindergartenalter liege laut Bericht nahezu bei 100 Prozent. Gleichzeitig bestätige die Analyse eine starke Familienorientierung der örtlichen Infrastruktur.
In der zusammenfassenden Bewertung bezeichnet der Bericht die Samtgemeinde Rodenberg sogar als „demografisches Kraftzentrum“ des Landkreises Schaumburg. Besonders hervorgehoben werden die soziale Stabilität, die wirtschaftliche Resilienz sowie die Attraktivität für Familien.
„Natürlich dürfen wir uns auf diesen guten Ergebnissen nicht ausruhen. Der Bericht zeigt auch, dass wir weiter in Kitas, Schulen und Ganztagsangebote investieren müssen, um mit dem Wachstum Schritt zu halten. Genau das werden wir konsequent tun“, betont Dr. Thomas Wolf. Die Verwaltung sieht sich durch die Ergebnisse des Sozialberichts in ihrem Kurs bestätigt, die Samtgemeinde gezielt als familienfreundlichen, sozialen und zukunftsfähigen Lebensraum weiterzuentwickeln.