Schaumburger Wochenblatt
  1. Trotz Insolvenz: Gehälter für Mitarbeiter gesichert

    Firmen "Gustav Knippschild" und "Sander Maschinenbau" sind betroffen

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    RINTELN (ste). Kurz vor dem Weihnachtsfest gibt es bange Gesichter von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei den Firmen "Gustav Knippschild GmbH" und "Sander Maschinenbau GmbH & Co.KG". Die beiden metallverarbeitenden Firmen gerieten durch konjunkturbedingte Auftragsrückgänge in Liquiditätsschwierigkeiten. Dies teilte dem SW die "relatio PR" Agentur im Auftrag des PLUTA-Sanierungsexperten Torsten Gutmann mit. Seine Schwerpunkte liegen in der Sanierung und Fortführung von Unternehmen in Eigenverwaltungs- und Regelinsolvenzverfahren. Und genau diese Eigenverwaltung beantragte die Firma Knippschild auch im Insolvenzverfahren, das beim Amtsgericht Bückeburg eröffnet wurde. Gutmann lässt über die PR-Agentur mitteilen: "Der Geschäftsbetrieb wird uneingeschränkt fortgeführt, die Gehälter der 78 Mitarbeiter von Knippschild sind gesichert und Verantwortliche erarbeiten ein umfangreiches Sanierungskonzept!" Vom AG Bückeburg wurde die vorläufige Verwaltung durch Rechtsanwalt Dr. Rainer Eckert von Eckert Rechtsanwälte aus Hannover angeordnet. Er begleitet das Verfahren von Gustav Knippschild im Sinne der Gläubiger. Unterstützt wird Dr. Eckert von seiner Kollegin Dr. Stefanie Zulauf. Die Gehälter der Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert. Die beiden Geschäftsführer von "Knippschild", Andreas Eder und Dirk Vogt betonen: "Der Geschäftsbetrieb wird uneingeschränkt fortgeführt. Alle Aufträge werden wie geplant ausgeführt!" Der Vorteil der weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten und geachteten Firma: "Die Mitarbeiter sind hoch motiviert!" Zudem verliefen erste Gespräche mit Kunden und Lieferanten positiv. Gute Voraussetzungen für eine Sanierung, findet Torsten Gutmann. "Knippschild" hat eine langjährige Erfahrung im Maschinenbau und ist spezialisiert auf die Herstellung montagefertiger großvolumiger Stahlbauteile für die Baumaschinenindustrie. Der Sog der Probleme der Firma "Knippschild" ging auch an der Firma "Sander Maschinenbau" nicht vorbei, da die Unternehmen eng zusammenarbeiten. Auch "Sander" stellte einen Antrag auf Eigenverwaltung und wird ebenfalls von Torsten Gutmann beratend unterstützt. Wie für "Knippschild" gilt: "Der Geschäftsbetrieb wird uneingeschränkt fortgeführt, die Gehälter der 41 Mitarbeiter sind gesichert!" Auch hier wurde vom Amtsgericht Bückeburg Dr. Rainer Eckert als vorläufiger Sachverwalter bestellt. Die Ursprünge der Sander Maschinenbau GmbH & Co. KG reichen bis in das Jahr 1848 zurück und das Geschäftsfeld reicht von der konventionellen Zerspanung über CNC-Bearbeitung bis hin zu Stahlbau- und Schweißkonstruktionen für unterschiedliche Branchen. Das Verfahren der Insolvenz in Eigenverwaltung bedeutet, dass das Unternehmen Planungssicherheit hat und gleichzeitig die Interessen der Gläubiger berücksichtigt. Das Unternehmen darf, unterstützt durch erfahrene Sanierungsexperten und unter Aufsicht eines Sachwalters, die Gesellschaft selbst durch das Verfahren führen. Bei einem Eigenverwaltungsverfahren bleibt die Geschäftsführung des Unternehmens im Amt.Foto: ste

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