Schaumburger Wochenblatt
  1. Ziel für Kita Obstanger ist der Betriebsstart im Sommer

    Innenausbau ist angelaufen / Verzögerungen nicht ausgeschlossen

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    STADTHAGEN (bb). Es bleibt das Ziel von Stadt und ausführenden Unternehmen, den Kindergarten Obstanger bis zum August 2022 fertigzustellen, um anschließend in den Betrieb zu starten. Angesichts der Lage auf dem Bausektor bleiben jedoch Unsicherheiten, ob Mädchen und Jungen tatsächlich nach den Sommerferien im neuen Gebäude und den Außenanlagen herumwuseln können. Mit dem weitgehenden Abschluss des Rohbaus und dem Beginn der Trockenbauarbeiten im Innenbereich sind allerdings wichtige Fortschritte erreicht. "Wenn nichts dazwischen kommt", in dieser Formulierung drückte Architekt Oliver Harmening vom mit dem Projekt Obstanger betrauten Büro "freiform.architekten" die derzeit schwierige Planbarkeit von Bau-Vorhaben aus. Auch im bisherigen Verlauf der Errichtung der Kita hatten sich Verzögerungen ergeben. Im Januar 2021 sei der Baustart erfolgt, wie Harmening bei seiner Vorstellung des Baufortschritts im städtischen Ausschuss für Schulen, Kindergärten und Sport erinnerte. Zwar hätten die Holzrahmenbau-Elemente für den Aufbau der Wandkonstruktionen des Gebäudes bereitgestanden. Wegen des großen Holzmangels hätten jedoch die Sparren für das Dach gefehlt. Auf deren Lieferung hätten beteiligten Firmen drei Monate warten müssen. Eine deutliche Verzögerung im Baufortschritt sei die Folge gewesen. Mittlerweile sei der Rohbau des Gebäudes jedoch praktisch abgeschlossen, auch das Granulat für das Gründach sei aufgebracht. Die Bepflanzung könne im Frühjahr erfolgen. Im Innenbereich werde jetzt der Trockenbau angegangen, bald könnten die technischen Gewerke loslegen, wie Oliver Harmening ausführte. Hier zeige sich jedoch wiederum die hohe Auslastung des Bausektors. Der Bereich Heizungsbau sei bisher zwei Mal ausgeschrieben worden, ohne dass Unternehmen Angebote abgegeben hätten. Mittlerweile hätten sich Firmen die Unterlagen zusenden lassen. Eine Garantie, dass sie einsteigen, sei dies leider nicht. Grundsätzlich befinde sich der Bau allerdings im Zeitplan für den angestrebten Abschluss im August. Falls eben nicht erneut Verzögerungen wegen der angespannten Lage in der Bauwirtschaft auftreten würden. Auch die Pläne für eine "Raumlufttechnische Anlage", also ein Lüftungssystem, seien nun nachträglich eingearbeitet worden. Der Rat hatte während der Corona-Pandemie den Entschluss zur Installation einer entsprechenden Anlage gefasst. Bei den ursprünglichen Planungen für die Betreuungseinrichtung war eine solche noch nicht vorgesehen. Harmening und Sebastian Sieg vom Fachbereich Bürgerdienste der Stadtverwaltung erklärten, dass der Kostenrahmen trotz der anziehenden Rohstoffpreise wohl nicht allzu deutlich überschritten werden. Rund 2,4 Millionen Euro waren ursprünglich für das Projekt eingeplant. Die nun zusätzlich vorgesehene Lüftungsanlage schlägt mit rund 150.000 Euro zu Buche, sie wird allerdings mit einer 80 prozentigen Bundesförderung unterstützt, wie Sieg ausführte. Auch der Bau des Kindergartens Holzwinkel soll möglichst bis August abgeschlossen werden (wie berichtet). Der Zeitrahmen ist also knapp, gelingt die "Punktlandung" für beide Einrichtungen könnten diese mit dem neuen Kindergartenjahr nach den Sommerferien 2022 in Betrieb gehen. Auf Nachfragen der Ausschussmitglieder schilderte die Fachbereichsleiterin des städtischen Fachbereichs Bürgerdienste Iris Freimann, dass die Verwaltung den Eltern so früh wie möglich Zusagen über Plätze geben werde. Das Team versuche dabei auch die Wünsche der Eltern in der Wahl der Einrichtungen zu erfüllen. Vor dem Hintergrund der noch nicht ausgeräumten Unsicherheiten über den Betriebsstart, sei die Situation jedoch schwierig einzuschätzen und könnten Zusagen noch nicht gegeben werden. Foto: bb

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