Geistlicher Frühjahrsputz | Schaumburger Wochenblatt

16.04.2026 10:43

Geistlicher Frühjahrsputz

Christian Floß. (Foto: privat)
Christian Floß. (Foto: privat)
Christian Floß. (Foto: privat)
Christian Floß. (Foto: privat)
Christian Floß. (Foto: privat)

Wenn es draußen langsam Frühling wird und die Sonne wieder etwas mehr und länger scheint und die Temperaturen etwas milder werden, dann entwickeln manche Menschen emsige Aktivitäten in Sachen Frühjahresputz. Auf dem Balkon und der Terrasse hat sich in den langen Monaten mit viel Dunkelheit, Regen, Schnee und Kälte mancher Schmutz angesammelt oder auch Rost angesetzt. Und auch in den Räumen tut es gut, wenn mal wieder so richtig frischer Wind durchgeht und alles etwas entstaubt wird. Und, wer weiß, vielleicht kommt ja auch das ein oder andere dabei zum Vorschein, was man möglicherweise schon längere Zeit vermisst hat; oder ein Utensil, dessen Existenz gedanklich schon länger abgängig war. Überraschung! Am hinderlichsten an der ganzen Geschichte ist wahrscheinlich immer nur die Überwindung, mit einer solchen Aktion überhaupt anzufangen. Unter Umständen lohnt es sich ja auch, erst einmal mit bestimmten Teilbereichen zu beginnen, die einem besonders am Herzen liegen. Dann ist die Hemmschwelle erstmal nicht ganz so groß, und der Erfolg motiviert dann auch eher zum Weitermachen. Auf jeden Fall stellt sich nach getaner Arbeit meist ein gutes Gefühl der Zufriedenheit angesichts des Erreichten ein.

Aber wie sieht das eigentlich bei uns persönlich aus? Wäre da nicht vielleicht auch mal der Gedanke an einen Frühjahrsputz angebracht? Ich denke, jeder von uns sammelt im Laufe seines Lebens neben vielen schönen Eindrücken, positiver Ausstrahlung und Freude im Herzen eben auch ungewollt schwere, traurige und ungute Lasten auf seine Seele. Verstaubte Ansichten, ungerechte und eigensüchtige Gedanken, Versagensängste und schlicht Schuld tragen wir mit uns herum, die unser Herz und unsere Seele bedrücken. Manches davon mögen wir bei uns selbst erkennen, manches werden uns andere aufgrund unseres Verhaltens spiegeln. Und genauso, wie uns Unordnung in unserem Wohnumfeld einengt und belastet, so ist es auch mit der seelischen Unordnung, die uns mitunter gefangen nimmt. Hier hilft allerdings weder Wasser und Lappen noch ein Staubsauger. Aber auch hier steht als erstes das Wollen und die Überwindung, die Notwendigkeit eines „Frühjahrs- oder Hausputzes“ zu erkennen und in Angriff zu nehmen.

Was also können wir tun? In manchen Fällen mag es schon reichen, einen irgendwann abgerissenen Gesprächsfaden wieder aufzunehmen und Missverständnisse gerade zu rücken, die, aus welchem Grund auch immer, vor langer Zeit zur Sprachlosigkeit geführt haben. Aber wie bei einem richtigen Frühjahrsputz tut es gut, wenn wir vor dieser großen Aufgabe, wie einem geistlichen Frühjahrs- oder Hausputz, nicht alleine stehen, sondern tatkräftige Hilfe haben. Und diese Hilfe gibt es.

Seit Karfreitag und Ostern, was wir jetzt erst vor zwei Wochen gefeiert haben, wissen wir, dass wir mit all unserer Schuld und unserem Versagen in Jesus Christus, dem Sohn Gottes, den Helfer haben dürfen, der einzig und allein wirklich helfen kann und will. Im Glauben an Jesus Christus und im Vertrauen auf IHN dürfen wir mit allem, was unser Herz und unsere Seele belastet und wir diese Last nicht mehr tragen wollen, zu IHM kommen und alles unter seinem Kreuz ablegen. Er hat am Kreuz unsere Last mit sich in den Tod gerissen. Mit seinem Leib, den ER für uns gegeben hat und mit seinem Blut, welches ER für uns vergossen hat, sind uns unsere Sünden vergeben, wenn wir an IHN, als den Sohn Gottes und Herrn unseres Lebens glauben und im Glauben seine Vergebung auch wirklich annehmen. Mit Ostern feiern wir Jesu Auferstehung zum Ewigen Leben. ER ist immer und zu jeder Zeit für uns da und erreichbar im Gebet. Und vor allen Dingen ist er für uns da, wenn wir seine Hilfe brauchen, ob es bei allen Dingen im täglichen Leben oder beim geistlichen Frühjahrs- oder Hausputz ist.

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