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Rinteln ist eine pulsierende Stadt mit 18 Ortsteilen. Die Gebietsreform vor 50 Jahren soll gebührend gefeiert werden.  (Foto: ste)

Rinteln ist stolz auf seine 18 ganz individuellen Ortsteile

Bis zur letzten Minute hat Rintelns Programmmanagerin Stefanie Popp noch am Programm gefeilt für die große Feier zum 50-jährigen Jubiläum der Gebietsreform, als Rinteln zu einer Stadt mit 18 Ortsteilen anwuchs. Herausgekommen ist ein buntes Fest in der Fußgängerzone, bei dem sich alle Ortsteile in Pavillons auf Weser- und Klosterstraße präsentieren und auf dem Marktplatz eine Bühne für ein reichhaltiges Programm aufgebaut ist. Darüberhinaus gibt es Gästeführungen, Kirchenführungen, eine Fahrradexkursion in die Nordstadt, Kutschfahrten mit Bauer Giese, einen regen Austausch auf der Bühne zwischen Bürgermeisterin Andrea Lange sowie den Ortsbürgermeistern der einzelnen Ortsteile, moderiert von Jakob Gokl und Thomas Gieselmann. Danach gibt es einen musikalischen Abschluss mit „Rio – die Band“ und jede Menge Möglichkeiten in der Stadt sich zu verpflegen.
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Die neue Bühnentechnik kam gleich zum Einsatz. (Foto: nd)

Pädagogisches Zentrum und zentraler Begegnungsort

Die Grundschule am Harrl war zuletzt aufgrund großer Probleme beim Umbau der sanierungsbedürftigen Gebäude in die Schlagzeilen gekommen. Jetzt gab es aber zur Abwechslung etwas zu feiern, denn nach vier Jahren Bauzeit wurde die neue Aula offiziell eingeweiht und die Eröffnung mit Schülern, Lehrern sowie Politik und Verwaltung gefeiert. Damit endet nun einer der Bauabschnitte in dem Millionen-Projekt der Stadt Bückeburg. Die Planung für die neue Aula, in der auch die Mensa für die täglichen Mahlzeiten der Grundschüler mit untergebracht ist, wurde bereits 2019 begonnen – und damit noch bevor die Schüler, die die Eröffnung jetzt begleiteten, an die Schule kamen. Die lange Zeit, die ein solches Projekt in Anspruch nimmt, war auch das Thema der Eröffnungsrede, die Bürgermeister Axel Wohlgemuth vor den Schülern hielt. Auf seine Frage: „Was meint ihr, wie lange benötigt man, um so einen Raum zu bauen?“, erhielt er die etwas übermütige Antwort „100 Jahre!“. Die neue Aula und die Mensa der Grundschule am Harrl sind in den großzügigen Neubau, mit seiner klaren Formensprache übergab Wohlgemuth dann an Schulleiterin Antje Kronenberg. Der Bau mit seiner modernen Bühnentechnik dient fortan als pädagogisches Zentrum und zentraler Begegnungsort und bietet für Kollegium und Schüler ganz neue Entfaltungsmöglichkeiten. Einen Vorgeschmack darauf lieferten die Schüler mit verschiedenen einstudierten Songs und einem Theaterstück bereits bei der Eröffnung. Wer Lust und Zeit hat, kann sich die neue Aula in der kommenden Woche gleich in Aktion ansehen und sich von den Grundschülern unterhalten lassen. Am Montag, 17. Juni, lädt die Grundschule am Harrl ab 17 Uhr zu einem Kulturabend ein. Auf dem Programm steht die Vorstellung der Schulband und ein Theaterstück. Chor-AG und Theater-AG haben das Stück „Die Königin der Farben“ nach dem Bilderbuch von Jutta Bauer eingeübt. Interessierte sind willkommen.
Stolze Empfänger der Medaille: v.l.n.r. Lennox, Melissa, Junis, Kate. (Foto: ab)

Waldkindergarten stellt Vorschulprojekt vor

Die Arbeit im Waldkindergarten Obernkirchen unterscheidet sich wesentlich von der Arbeit in einem konventionellen Kindergarten. Um den Eltern zu zeigen, dass adäquate Vorschularbeit auch in Waldkindergärten geleistet wird, stellte die Einrichtung ein spannendes Vorschulprojekt vor. Lennox (6), Melissa (6) Kate (6) und Junis (5) hatten sich unter Begleitung von zwei pädagogischen Fachkräften mit dem Bus nach Bückeburg aufgemacht. Nina Pawletko von der Fachberatung der AWO- Kindertagesstätten Schaumburg Gesellschaft erklärte, dass die zukünftigen Schulkinder damit spielerisch auf den baldigen Alltag mit Schulbusfahren und dem Zurechtfinden in der Residenzstadt vorbereitet werden. Nach der Ankunft im Stadtzentrum sollten die Kinder gestellte Aufgaben verstehen und selbstständig Lösungen erarbeiten, um an das Ziel zu gelangen. Neben Teamarbeit und dem Orientieren in der ungewohnten Umgebung, war das richtige Verhalten im Straßenverkehr von Bedeutung. Selbstverständlich kam der Spaß an der Sache nicht zu kurz. Nach insgesamt 12 gelösten Aufgaben erreichten die aufmerksamen Vorschulkinder das unbekannte Ziel – eine Eisdiele im Zentrum. Hier durfte sich jedes Kind ein Eis nach persönlichem Geschmack bestellen. „Erdbeere, Schokolade, Smarties-Eis und Haselnuss,” wusste die sechsjährige Melissa später noch aus der Erinnerung zu berichten. Nach der Rückkehr, wieder per Bus, in den Kindergarten, erhielten die Absolventen eine Medaille, wobei nicht ein Wettkampf im Fokus stand, sondern das gemeinsame Erlebnis. Seit dem 1. Mai 2024 leitet die zertifizierte Waldpädagogin Anna Seifert die Einrichtung im Uhlenbruchtal. Nach eigenen Angaben hatte Seifert sogar den Jagdschein gemacht, um sich noch viel intensiver auf die besondere Aufgabe vorzubereiten. „Vorschularbeit ist für mich und mein Team essentiell und sollte durch praktische Angebote lebhaft gestaltet werden,“ lautet ihr Ziel. „Das soziale Miteinander und die Empathie für das Zusammenleben von Pflanzen, Tieren und Menschen stehen täglich im Fokus – denn nur das was man liebt schützt man“, hießt es in der gemeinsamen Erklärung. Von den insgesamt 15 verfügbaren Plätzen sind derzeit acht vergeben. Die Betreuungszeit ist von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr begrenzt. Obernkirchens Bürgermeisterin Dörte Worm-Kressin ist selbst begeistert von dem Waldkindergarten. „Er liegt mitten im schönen Uhlenbruchtal und ist trotzdem zentral gelegen,“ resümierte sie. Der Waldkindergarten Obernkirchen wurde 2016 eröffnet.
Geschäftsführerin Kerstin Klotz  (Foto: ab)

Berufswunsch stand schon mit 16 fest

Seit dem 1. Juni 2024 haben die Stadthäger Wirtschaftsbetriebe mit Kerstin Klotz eine neue Geschäftsführerin. Die 36-jährige hat mit der Übernahme des neuen Postens einen Berufswunsch realisiert, den sie mit 16 Jahren bereits in ihrem Tagebuch notiert hatte. Von ihrem Büro im Verwaltungsbereich des Spaß- und Freizeitbades „Tropicana“ führt die gebürtige Sarstedterin die Geschicke im Bad, in der Saunalandschaft, im Gastronomiebereich, dem Kurs- und Massageangebot sowie der Festhalle. Insbesondere die Festhalle hat derzeit noch keine Priorität, erklärte Klotz. Sie müsse sich erst einmal in den Gebäuden und auf dem Gelände des Tropicana zurechtfinden. Manchmal müsse sie noch nach dem Weg fragen und verlaufen habe sie sich auch schon einmal, berichtete sie lächelnd. Der Berufsweg der Nachfolgerin von Jens Schmücking als Geschäftsführerin in Stadthagen, war fast immer geprägt vom Wasser. Nach einem Fachhochschulabschluss als Fremdsprachenkorrespondentin, arbeitete sie als Animateurin für das Reiseunternehmen TUI in Griechenland, sehr gern am Beckenrand mit dem Management von Wassergymnastik und Schwimmkursen. Nach einem Abstecher als Chefanimateurin im Panaromic in Hohegeiß, startete Klotz mit verschiedenen Tätigkeiten in Deutschen Bädern. In München war Kerstin Klotz bereits Abteilungsleiterin sowie Managerin für den Spa-Bereich. Nebenbei erlangte sie die Abschlüsse als Betriebswirtin für Tourismus und Freizeitanlagen sowie als Fachkraft für betriebliches Gesundheitsmanagement. Ihre sonstigen Qualifikationen zeigen die enge Verbundenheit mit ihrer Berufswahl.
Der aktuelle FERSt-Vorstand (von rechts): Thomas Stübke, Dirk Rogl, Timo Köcher, Peter Grote, Ulrich Tack, Steffi Kirsch, Manuel Laeuffer und Leon Halfbrodt.<br> (Foto: privat)

Neue Gespräche machen Hoffnung auf Weiterbetrieb

FERSt-Vorsitzender Thomas Stübke konnte jetzt 19 Mitglieder zur Jahreshauptversammlung und berichtete zusammen mit den weiteren Vorstandsmitgliedern Timo Köcher (stv. Vorsitzender), Manuel Laeuffer (Finanzen) und Burkhard Rohrsen (Werbung und Öffentlichkeitsarbeit) über die Vereinsaktivitäten im abgelaufenen Jahr. Die Fahrsaison sei geprägt gewesen durch wiederholte technische Probleme am Triebwagengespann nebst Totalausfall und von einem Pkw verursachten Unfallschaden. Mit einem Stand bei den Veranstaltungen „Rinteln mobil” und „Mobilitätstage Stadthagen” konnte für die Schienenbusfahrten und insbesondere auch die Streckenreaktivierung mit regionsübergreifendem Personen- und örtlichem Güterverkehr geworben werden. Eine Umfrage bei den Passanten ergab fast nur Zustimmung. Beim denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude Obernkirchen erforderte die baufällige Laderampe eine Absperrung und es war die Abgasführung des Heizkessels neu anzuschließen. Trotz hoher Kosten für die Schienenbus-Hauptuntersuchung trat durch Mehreinnahmen bei den Regel- und Sonderfahrten eine Verbesserung der Vereinsfinanzen ein. Turnusgemäß fanden dann Neuwahlen statt. In den geschäftsführenden Vorstand kamen erneut Thomas Stübke (1. Vorsitzender), Timo Köcher (2. Vors.) und Manuel Laeuffer (Finanzen). Nicht nochmal kandidierte Burkhard Rohrsen, der Bereich „Werbung und Öffentlichkeitsarbeit” wird künftig von Leon Halfbrodt wahrgenommen. In den erweiterten Vorstand für verschiedene Fachaufgaben wurden (wieder-)gewählt: Timo Köcher und Stellvertreter Dirk Rogl (Schienenbuswartung), Peter Grote (Gebäudebetreuung), Ulrich Tack (organisatorische Aufgaben; „historischer Schaffner”), Dirk Jüttner (Drucksachen), Steffi Kirsch (Fahrplanorganisation und Gastronomie) sowie Manuel Laeuffer (Neue Medien und Stellvertreter für Leon Halfbrodt). Zu erwähnen sind auch diverse Arbeitseinsätze der FERSt-Mitglieder bei der Strecken- und Grundstückspflege mit Holzfällung, Grünschnitt, regelmäßige Weichenschmierung und einiges mehr. Aufgrund der Kündigung des Streckenpachtvertrags zum 30. April durch die Bückebergbahn Rinteln-Stadthagen GmbH entfiel die Verantwortung für das Bahnhofsgebäude Obernkirchen. Der FERSt konnte 2024 noch zwei öffentliche und fünf privat gebuchte Schienenbusfahrten durchführen. Inzwischen, so heißt es aus dem Vorstand, hätten diverse Gespräche und Interessenbekundungen zu einer Streckenübernahme und Kooperationen stattgefunden. „Es sieht so aus, das der FERSt wohl bald wieder wie gewohnt fahren könnte”, freut sich Stübke. Auch sei vom Bündnis90/Die Grünen im Kreistag ein Antrag über die Zukunft der Strecke gestellt worden, dessen Beratung im Juni zu erwarten sei. Nach der vom Landkreis im letzten Jahr beauftragten Reaktivierungsuntersuchung mit dem positiven Ergebnis „1,7” hat die Strecke für den weiteren Betrieb gute Chancen.
Jan-Philipp Beck, MdL, SPD (Foto: ab)

In Schaumburg kann man sicher leben

Immer wieder machen einzelne Vorfälle Schlagzeilen in den heimischen Medien. Der Landkreis Schaumburg mit seinen knapp 160.000 Einwohnern gehört sicherlich zu den auch aus Sicht der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik (PKS), ehr beschaulichen Regionen. Schon fast traditionell liegt die Häufigkeitszahl (erfasste Straftaten im Verhältnis zu 100.000 Einwohnern) in den jährlichen Kriminalitätsstatistiken deutlich unter dem Landestrend und auch im Vergleich zu denen anderer Landkreise oder Polizeiinspektionen. Die Zahlen der Statistiken geben jedoch nur das Hellfeld wieder, d.h, die Taten, die der Polizei bekannt werden. Das Schaumburger Wochenblatt wollte sich auch abseits der reinen Zahlen einen Eindruck von der Situation verschaffen und befragte dazu die beiden Landtagsabgeordneten Colette Thiemann (CDU) und Jan-Philipp Beck (SPD). Der Leiter des Zentralen Kriminalitätsdienstes (ZKD) und stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion (PI) Nienburg/Schaumburg, Marcel Bente, kam ebenfalls zu Wort. Bei der Einschätzung der allgemeinen Sicherheitslage wies Thiemann besonders auf den Anstieg der Fallzahlen in vielen Bereichen hin. „Insgesamt zeigt die Kriminalstatistik für Schaumburg mithin einige besorgniserregende Trends in bestimmten Bereichen…,“ fasste sie den Eindruck zusammen. Beck ist der Ansicht, dass:“… man in Schaumburg sicher leben kann…,“ aber auch: …dass sich eine steigende Anzahl an Menschen um ihre Sicherheit vor Ort zunehmend sorgt ….“ Stefan Schara, Leiter der PI Nienburg/Schaumburg:“ Unser Ziel bleibt dabei nach wie vor, das Sicherheitsniveau in den Landkreisen Nienburg und Schaumburg zu halten und nach Möglichkeit weiter zu steigern, damit die Bürgerinnen und Bürger sicher in ihrer Heimat leben können“.
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