Schaumburger Wochenblatt
  1. "Living Care Lab" soll Netzwerk weiter ausbauen

    Beitritt zu Verein innovativer Unternehmen / Kontakte auf nationaler Ebene / Ziel langfristig Arbeitsplätze schaffen

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    STADTHAGEN/LANDKREIS (bb). Das Knüpfen von Kontakten zu Herstellern und Entwicklern von modernen Produkten und Dienstleistungen für den Bereich Pflegewirtschaft ist eine Kernaufgabe des in Stadthagen angesiedelten "Living Care Lab Schaumburg". Hierbei weiter voranbringen soll das "Lab" der Beitritt zum Verein "Care for Innovation" in Berlin, den der zuständige Ratsausschuss nun einstimmig befürwortete. Der finanzielle Aufwand ist mit einem Jahresbeitrag von 250 Euro gering. Dafür biete die Mitgliedschaft die Chance, enge Kontakte in einer wichtigen Zielgruppe des "Living Care Labs" zu knüpfen, wie Projektkoordinator Mario Bierschwale und Wirtschaftsförderer Lars Masurek erläuterten. In dem Verein mit seinen rund 20 Mitgliedern hätten sich junge, innovative Unternehmen zusammengeschlossen, die Lösungen für die Pflegewirtschaft vorantreiben. Und genau diese sind wichtige Partner bei den Anstrengungen des "Living Care Lab", langfristig Arbeitsplatz-Aufbau und Wirtschaftswachstum in der Kreisstadt und Schaumburg voranzubringen. Solche Innovatoren im gesamten Bundesgebiet sollen auf die Existenz des "Living Care Lab" aufmerksam gemacht werden. Und möglichst dazu gebracht werden, zu Seminaren, Treffen und Konferenzen in der Einrichtung in Stadthagen zusammenzukommen, wie Mario Bierschwale in seinem Vortrag vor dem Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Stadtmarketing vortrug. "Wir kämen damit auf die Landkarte", unterstrich Wirtschaftsförderer Lars Masurek. Das Lab wäre die erste Institution, die als Mitglied zu dem aus jungen Unternehmen bestehenden Verein hinzukäme. Mehrere Unternehmen, die derzeit ihre Produkte im "Living Care Lab" in der Niedernstraße präsentieren, seien bereits Mitglied, wie etwa der Anbieter des Bestellsystems "BringLiesel" oder der der Anti-Sturz-App "Lindera". Die Mitglieder würden ihrerseits über ein breites Netzwerk mit nationalen und internationalen Partnern verfügen, an das man hoffe anknüpfen zu können. Ziel des Vereins ist es, dem Thema Pflege öffentlich und in politischen Gremien Aufmerksamkeit zu verschaffen sowie Forschungsvorhaben und Projekte in diesem Feld voranzutreiben. Der Ausschuss befürwortete den Beitritt zum Verein ohne Diskussion einstimmig. Ziel des "Living Care Labs" ist es, sich zum Kern eines Netzwerkes und einer Kooperationsplattform zu Fragen der analogen und digitalen Pflegewirtschaft zu entwickeln. In der Immobilie in der Niedernstraße werden Produkte und Anwendungen sowohl interessierten Privatleuten als auch Fachleuten der Pflegewirtschaft vorgestellt. Ebenso sollen heimische Akteure der Branche in einem kreativen Umfeld mit Entwicklern aus jungen Unternehmen und Hochschulen zusammengebracht werden. Neuentwicklungen sollen so im Zusammenspiel mit Anwendern und Kunden auf Praxistauglichkeit erprobt und verbessert werden (wie berichtet). Bierschwale hielt fest, dass die Startphase des "Living Care Lab" natürlich von Corona-Pandemie beeinflusst worden sei. Ein reges Interesse an der Ausstellung sei jedoch in der Bürgerschaft spürbar. Masurek ergänzte, dass die Standortwahl offenbar auf die richtige Immobilie gefallen sei. Bierschwale führte aus, dass er sich der Netzwerkpflege in der Region und dem überregionalen Ausbau des Netzwerkes widme. Mit der Kooperation mit der Hochschule Hannover und Kontakten zu einer weiteren Hochschulen und vielen Akteuren in der Region und darüber hinaus seien vielversprechende Verbindungen geknüpft worden. Wegen der Corona-Krise hätte manche Vorhaben wie Beispielsweise Workshops von Studenten in der Einrichtung oder Messe-Auftritte allerdings verschoben werden müssen.Foto: bb

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