Schaumburger Wochenblatt
  1. Bauernhof-Kita soll in Obernwöhren entstehen

    Für Mehrheit wertvolle Alternative, für Kritiker "Mogelpackung"

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    STADTHAGEN (bb). Ein eingruppiger Bauernhofkindergarten in Obernwöhren soll die Angebotsvielfalt der Betreuungsmöglichkeiten in Stadthagen vergrößern. Der Rat fällte den Grundsatzbeschluss zur Umsetzung eines solchen Projekts, dessen Einzelheiten jedoch kontrovers diskutiert wurden. Die Stadt drückt mit einem Ausbauprogramm aufs Gas, um die Anzahl der Betreuungsplätze im Vorschulbereich auszubauen. Neben "herkömmlichen Kitas" soll auch ein Bauernhofkindergarten dazu beitragen, dem steigenden Bedarf nachzukommen. Mit einer Gruppe von 25 Kindern ist dieses Vorhaben nicht so groß wie die meisten anderen Projekte. Soll dabei aber eine bisher nicht vorhandene, besondere Betreuungsalternative in die Kreisstadt bringen. Die eigentliche Idee wird auch von allen Gruppen des Rates geteilt. Die Beratung über den Grundsatzbeschluss verlief trotzdem kontrovers. Der Rat verabschiedete den Beschluss mit einer Mehrheit von 22 Ja- und 8 Nein-Stimmen. Aus den Reihen der Grünen, der Gruppe WIR/Bodenstein und der Linken kamen die Gegenstimmen, das vorgeschlagene Gebäude in einer ehemaligen Scheune und das Gelände in Obernwöhren wie das Konzept seien ungeeignet, so der Vorwurf der Kritiker. Ulrike Koller (SPD) hatte in der Diskussion ausgeführt, dass die SPD hinter dem Projekt stehe. Es gehe hier zunächst um einen Grundsatzbeschluss, Einzelheiten könnten im weiteren Verlauf des Verfahrens noch festgelegt werden. Sie dankte Ratskollegin Ursula Schweer (CDU) und Friedrich Ehlerding, welche die Idee einer Bauernhof-Kita aufgebracht und verfolgt hätten. Mit dem DRK-Hannover als Betreiber sei ein kompetenter Partner gefunden. Zudem könne man froh sein, dass mit der Hofstelle in Obernkirchen ein Standort zur Verfügung stehe, der noch von Landwirtschaft geprägt sei und deren Besitzer sich ihrer Verantwortung bewusst seien. Natur-Erlebnisse, Aktivitäten wie Gemüseanbau oder Haltung von Kleintieren seien hier möglich, es gehe nicht darum "einen Kuschelzoo" einzurichten. Damit wandte sich Koller gegen Argumente von Grünen sowie WIR, welche das Vorhaben in dieser Form im Vorfeld kritisiert hatten. Lesen Sie ausführlicher über dieses Thema im Innenteil auf Seite 9.Foto: privat

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