Schaumburger Wochenblatt
  1. Alles neu im "Neuen Ratssaal"

    Akustische Sanierung und Renovierung für rund 100.000 Euro

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    BÜCKEBURG (nh). Vor zwei Wochen feierte der frisch renovierte Neue Ratssaal im Rathaus "Sitzungspremiere" und durfte erstmalig von Ausschussmitgliedern, Presse und anwesenden Einwohnern begutachtet werden. Schick und modern ist das Ergebnis der Renovierung, und spiegelt dennoch den historischen Charakter des Hauses wider. So wurden zahlreiche, durch die vergangenen Renovierungen in den 1970er Jahren verborgene, Details wieder sichtbar: zahlreiche Friese zwischen den Fenstern und auf der gegenüberliegenden Seite neben der nun wieder sichtbaren Durchreiche leuchten in strahlendem weiß, während die beherrschende Wandfarbe lindgrün samt der dunkelbraun angestrichenen Holzvertäfelung an den Jugendstil angelehnt sind, wie Björn Sassenberg, Fachgebietsleitung Planen und Bauen, und Marc Sigges, Gebäudemanagement der Stadt Bückeburg, erklären. "Leider wurde in der vorherigen Renovierung in den 70ern einiges zerstört, sodass beispielsweise das Fries zwischen der Durchreiche nicht mehr wiederherzustellen war", so Sassenberg. Die Durchreiche selbst ist erstmalig seit den 70ern wieder sichtbar, vorher war diese verdeckt und zudem hing ein roter Vorhang davor. Zugrunde lag der gesamten Erneuerungsmaßname der Wunsch nach einer akustischen Sanierung des Saales, und dies konnte durchaus erzielt werden. Die Akustik ist wesentlich besser, in Versammlungen sind Sprecher deutlicher zu verstehen. Zu verdanken ist dies zum größten Teil der Wandbespannung mit einem Akustikvlies mit einer weichen Dämmebene darunter. "Der schlechte Ton im Raum lag an den harten Flächen und den Holzwänden, daher haben wir im Vorfeld untersucht, wie das verbessert werden könnte", erklärt Sassenberg. Die weichen Bespannungen dämpfen die Hall und sorgen so für eine bessere Akustik. Zudem sollte der historische Charakter des Saales mehr zum Vorschein kommen, daher auch die klassische Farbgebung und die neue Betonung auf das Fries und die Stuckdecke durch indirekte Beleuchtung. Die alten Kronleuchter wurden durch neue LED-Leuchtringe ersetzt. Diese "Kronleuchter 4.0" seien zwar modern, würden sich aber am Charakter des Raumes orientieren und nicht etwas künstlich 'historisieren'", erklärt Marc Sigges weiter. "Durch die indirekte und dimmbare Beleuchtung nimmt man nun die Decke besser wahr". Zudem wurde die neueste Technik im Raum verbaut: eine mobile Kamera, ein neues Mikrofon samt akustischen Verstärker, Säulenlautsprechern und großer Leinwand samt Beamer sorgen dafür, dass von nun an alles digital und zukunftsweisend ausgerichtet ist. Die gesamte Technik, Beleuchtung und Verdunklungselemente vor den Fenstern lassen sich zudem digital per Tablet steuern. "Hier wurde sich sehr viel Mühe gegeben, die Kabel und alle Technik wurden so weit wie möglich versteckt, sodass der gesamte Raum nun nach der Renovierung besser zur Geltung kommt", bewertet Sassenberg das Ergebnis. Die Bürgermeister-Galerie im Zuschauerbereich wich zugunsten eines Wandbildes mit dem Bückeburg-Wappen und einprägsamen Impressionen der Stadt. "Es ist ein historisches Gebäude und das bleibt es auch, daher haben wir versucht den Charakter der Baukunst aus dem Entstehungsjahrhundert zu bewahren und dennoch mit der Zeit zu gehen", resümiert auch Bürgermeister Reiner Brombach die Umbaumaßnahme. Die akustischen Renovierungsmaßnahmen kommen auf Gesamtkosten von rund 97.000 Euro, hinzu kommen für die neue Verkabelung des Rathauses Gesamtkosten von 110.000. Für die Arbeiten wurden zudem Unternehmen aus der Region akquiriert. Foto:nh

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