Schaumburger Wochenblatt
  1. "Resonanz und Konfusion" in der Zehntscheune

    Ausstellung an diesem Wochenende letztmals zu sehen

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    STADTHAGEN/LANDKREIS (bb). Noch an diesem Wochenende ist die Ausstellung "Resonanz und Konfusion" in der Zehntscheune in Stadthagen zu sehen. Die Künstler Asrin Askendery, Ida Marquis und Leschko berichten von einem bisher regen Besucherzuspruch, dabei hätten sich auch viele interessante Gespräche entwickelt. Dieser Dialog und der Austausch mit den Menschen sei ein wichtiges Ziel für alle drei Schaumburger Künstler, wie Ida Marquis festhielt. Der Freundeskreis Zehntscheune hatte Ida Marquis und Leschko sowie Asrin Askendery zu einer Ausstellung in dem historischen Gebäude zusammengeführt. Und dabei ein gutes Gespür bewiesen, wie das Trio festhielt. Auch von den Gästen würde bestätigt, dass die Werke sich zu einer spannenden Gesamtausstellung fügen würden. Askendery präsentiert Fotografien, welche zur Auseinandersetzung mit Religion anregen unter dem leicht ironischen Titel "Gott braucht frische Luft". Sie wirft Fragen auf, die in islamischen Staaten tabu sind, die mit Gefängnisstrafe oder Tod belegt werden können. Die im Iran geborene Stadthägerin regt zum Denken über Religion insgesamt an, sind diese nicht naturgemäß intolerant, weil ihr Kern absolut ist? Ida Marquis zeigt unter dem Titel die "Stimme der Natur" unter anderem eine Bilder-Reihe, die sich der Beziehung des Menschen mit der Natur widmet. Angeregt sind diese Werke durch Beobachtungen in der Natur. Steine, Pflanzenteile oder auch Landschaften scheinen oft wie aus Strömungs- und Fließprozessen entstanden, diese lieferten die Inspiration für die Werke in Fluid-Art-Technik. Im Hintergrund stehen die Faszination des Naturerlebnisses und der daraus erwachsenden Wertschätzung einerseits sowie der durchaus auch bedrohliche Charakter von Naturkräften andererseits. Und das daraus erwachsende Spannungsfeld für die Beziehung des Menschen zur Natur. Leschko zeigt Malerei und Objekte unter der Überschrift "Der Mensch im Konflikt mit sich selbst zwischen Verstand und Emotionen verirrt". Die Werke spiegeln die tiefe Zerrissenheit des Menschen, den Wunsch nach Eingebundenheit und Nähe als soziales Wesen, ebenso die Notwendigkeit zur Abgrenzung und Wahrung der Individualität gegenüber Fremdbestimmung und den zahlreichen Zumutungen gerade auch der heutigen schnelllebigen Gesellschaft. Die Ausstellung ist an diesem Wochenende letztmals zu sehen, am heutigen Sonnabend sowie am morgigen Sonntag jeweils von 11 Uhr bis 18 Uhr.Foto: bb

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