Schaumburger Wochenblatt
  1. Die Einsatzbereitschaft in der Pandemie sichern

    Kreisfeuerwehr baut Impfzentrum eigens für Kräfte von Hilfsorganisationen auf

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    KOBBENSEN/LANDKREIS (bb). Die Einsatzfähigkeit von Rettungs- und Hilfsorganisationen auch in der Pandemie aufrecht zu erhalten, ist wichtiges Gebot von Landes- und Bundesebene. Zu diesem Zweck hat die Kreisfeuerwehr Schaumburg in Zusammenarbeit mit Partnern ein Impfzentrum speziell für Feuerwehrleute, Polizisten und Co. im Dorfgemeinschaftshaus in Kobbensen aufgebaut, in dem Booster-Impfungen in hohem Tempo verabreicht werden. Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote erklärte bei der Vorstellung des Zentrums, dass ein Impf-Tempo von rund 200 Personen pro Tag erreicht werde. Die Einrichtung werde von den Einsatzkräften gut angenommen. Das Angebot steht neben den Feuerwehrleuten auch den anderen Hilfsorganisationen im Landkreis offen wie Angehörigen von THW und DLRG, Polizei und weiteren. Möglich werde das hohe Impftempo und der straff organisierte, reibungslose Ablauf durch den Einsatz zahlreicher ehrenamtlicher Helfer vom Rettungsdienst und anderen Freiwilligen, wie Grote festhielt. Die Idee eines gemeinsamen Impfzentrums für die Feuerwehren im Landkreis und die weiteren Hilfsorganisationen sei auf Anregung von Kreisfeuerwehr und Rainer Pflugradt, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Stadthagen, entstanden. Durch die Verbindungen zu den Ärzten Friedhelm Henze und Dieter Thomas sei das Dorfgemeinschaftshaus Kobbensen zum Standort geworden. Die beiden Mediziner sind für den Impfbetrieb verantwortlich. Die Feuerwehrleute wurden jeweils über die Stadt und Gemeindebrandmeister über das Angebot informiert. Auch die Terminvergabe würde in einem einfachen Verfahren organisiert, Abschnittsleiter Michael Möller übernahm hier federführend die Organisation. Klaus-Peter Grote erklärte den Hintergrund der Aktion: Die Feuerwehren und Hilfsorganisationen seien systemrelevant und außerdem einer besonderen Ansteckungsgefahr ausgesetzt. Bei einem Rettungseinsatz auf der Autobahn beispielsweise, könnten kaum durchgängig Abstände eingehalten werden. Das Land empfiehlt denn auch, Termine mit Impfangeboten für Einsatzkräfte und Betreuern der Kinder- und Jugendfeuerwehren jeweils zentral zu organisieren. Dies habe in Schaumburg nun für die Booster-Impfungen sehr schnell umgesetzt werden können, so Grote. Der Kreisbrandmeister dankte für das große Engagement aller Akteure, dazu zähle auch der Landkreis mit seiner Unterstützung über Ordnungsamt und Feuerwehrtechnische Zentrale. Landrat Jörg Farr betonte: "Auch in der Corona-Pandemie ist die Einsatzbereitschaft der Hilfs- und Rettungsorganisationen zum Schutz der Bürger aufrechtzuerhalten". Er danke der Feuerwehr für den ehrenamtlichen Einsatz bei Einrichtung und Betrieb des Impfzentrums (Montag bis Freitag 16 Uhr bis 20 Uhr sowie Sonnabend 11 Uhr bis 17 Uhr). Foto: bb

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