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Schon im vergangen Jahr mussten Musikschulleiter Manolis Stagakis,und Bürgermeister Axel Wohlgemuth die Musikschule aus einer Krisensituation manövrieren. (Foto: cm)

Der Druck auf die Musikschulen steigt

Das sogenannte „Herrenberg-Urteil“ des Bundessozialgerichts vom 28. Juni 2022 hat erhebliche Auswirkungen auf Musikschulen in Deutschland – das zeigt sich nun auch bei der Bückeburger Musikschule Schaumburger Märchensänger e.V. Das Einzelfallurteil bringt eine ganze Branche in Bedrängnis, denn es unterstellt, dass Musikschullehrkräfte, die als Honorarkräfte arbeiten, in Wirklichkeit in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis stehen und somit sozialversicherungspflichtig sind. Dies zwingt Musikschulträger dazu, Honorarkräfte fest anzustellen, was die finanziellen Belastungen erheblich erhöht. Zudem besteht die Angst, dass ehemalige Honorarkräfte klagen. Der Druck auf die Musikschulen steigt. Einige Kommunen in Deutschland haben bereits auf das Urteil reagiert und ihre Honorarkräfte sowiet das möglich ist fest angestellt. Die Musikschule Schaumburger Märchensänger musste dagegen mehreren Honorarkräften kündigen, da die Finanzierung zur Umwandlung in Festanstellungen fehlt. Laut Manolis Stagakis, dem Leiter der Musikschule, darf seine Schule ab dem 1. August keine Honorarkräfte mehr beschäftigen, daher führt man jetzt Gespräche mit den Betroffenen und sucht nach Lösungen. Aktuell hat die Musikschule 19 Lehrkräfte, davon sind neun auf Honorarbasis und zehn fest angestellt. Eine Übernahme aller Honorarkräfte in ein festes Arbeitsverhältnis ist aber derzeit nicht möglich, daher werden jetzt die Kündigungen der laufenden Verträge ausgesprochen.  Das Problem ist die Finanzierung: Um alle Honorarkräfte in Teilzeit fest anzustellen, wird ein zusätzliches Budget von über 50.000 Euro benötigt. Um das ins Verhältnis zu setzen: Eine Einzelstunde (45 Minuten) Musikunterricht kostet derzeit für die Schüler 90 Euro. Der Einzelunterricht ist das teuerste Angebot der Bückeburger, es gibt natürlich auch günstigere Einheiten. Die Musikschule müsste nun aber mindestens 556 Stunden zusätzlich geben, um 50.000 Euro mehr reinzuholen – das ist schon jetzt unrealistisch, denn es gibt eine Warteliste für Schüler, die bislang nicht aufgenommen werden konnten. Alternativ müssten die Preise erhöht werden.  
Schon im vergangen Jahr mussten Musikschulleiter Manolis Stagakis,und Bürgermeister Axel Wohlgemuth die Musikschule aus einer Krisensituation manövrieren. (Foto: cm)

Der Druck auf die Musikschulen steigt

Das sogenannte „Herrenberg-Urteil“ des Bundessozialgerichts vom 28. Juni 2022 hat erhebliche Auswirkungen auf Musikschulen in Deutschland – das zeigt sich nun auch bei der Bückeburger Musikschule Schaumburger Märchensänger e.V. Das Einzelfallurteil bringt eine ganze Branche in Bedrängnis, denn es unterstellt, dass Musikschullehrkräfte, die als Honorarkräfte arbeiten, in Wirklichkeit in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis stehen und somit sozialversicherungspflichtig sind. Dies zwingt Musikschulträger dazu, Honorarkräfte fest anzustellen, was die finanziellen Belastungen erheblich erhöht. Zudem besteht die Angst, dass ehemalige Honorarkräfte klagen. Der Druck auf die Musikschulen steigt. Einige Kommunen in Deutschland haben bereits auf das Urteil reagiert und ihre Honorarkräfte sowiet das möglich ist fest angestellt. Die Musikschule Schaumburger Märchensänger musste dagegen mehreren Honorarkräften kündigen, da die Finanzierung zur Umwandlung in Festanstellungen fehlt. Laut Manolis Stagakis, dem Leiter der Musikschule, darf seine Schule ab dem 1. August keine Honorarkräfte mehr beschäftigen, daher führt man jetzt Gespräche mit den Betroffenen und sucht nach Lösungen. Aktuell hat die Musikschule 19 Lehrkräfte, davon sind neun auf Honorarbasis und zehn fest angestellt. Eine Übernahme aller Honorarkräfte in ein festes Arbeitsverhältnis ist aber derzeit nicht möglich, daher werden jetzt die Kündigungen der laufenden Verträge ausgesprochen.  Das Problem ist die Finanzierung: Um alle Honorarkräfte in Teilzeit fest anzustellen, wird ein zusätzliches Budget von über 50.000 Euro benötigt. Um das ins Verhältnis zu setzen: Eine Einzelstunde (45 Minuten) Musikunterricht kostet derzeit für die Schüler 90 Euro. Der Einzelunterricht ist das teuerste Angebot der Bückeburger, es gibt natürlich auch günstigere Einheiten. Die Musikschule müsste nun aber mindestens 556 Stunden zusätzlich geben, um 50.000 Euro mehr reinzuholen – das ist schon jetzt unrealistisch, denn es gibt eine Warteliste für Schüler, die bislang nicht aufgenommen werden konnten. Alternativ müssten die Preise erhöht werden.  
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Stolz präsentieren die Kinder ihre Urkunden als „Pausenhelfer” in der Grundschule Süd. (Foto: ste)

Pausenhelfer in der Grundschule ausgebildet

Auf Schulhöfen geht es zumeist wild zu. Es wird gerannt, gespielt, manchmal auch gerauft oder geschubst. In der Grundschule Süd haben sich deshalb jetzt Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen freiwillig zusammengefunden, um sich als „Pausenhelfer” ausbilden zu lassen. Neben theoretischen Grundlagen gab es auch viele Übungen, um die Kinder auf ihre neue Aufgabe vorzubereiten. Am Ende gab es dann für jedes Kind eine Urkunde und einen Ausweis. Lehrerin Thalea Blankenfeldt steht hinter der Aktion und weiß: „Die vornehmliche Aufgabe der Pausenhelfer wird es sein, die Rettungskette einzuhalten und eventuell bei kleineren Verletzungen unter Aufsicht der Lehrkräfte unterstützend tätig zu werden!” Kaum ausgebildet wurden auch schon die „Dienste” eingeteilt. Immer zu zweit werden die Kinder einen Tag lang aufmerksam über den Pausenhof schlendern und helfen können, wenn sie gebraucht werden. Durch die Ausbildung und die Tätigkeit als Pausenhelfer wird zum einen ein Bewusstsein geschaffen, Unfälle präventiv zu vermeiden, zum anderen erlangen die Kinder Kompetenzen im richtigen Umgang mit Verletzten – wie beispielsweise das Anlegen eines Pflasters oder eines Verbandes. Der positive Nebeneffekt einer solchen Ausbildung liegt auf der Hand: Zu der fachlichen Kompetenz im Bereich Erste-Hilfe oder Pausenhelferdienst werden automatisch Sozialkompetenzen gefördert. So lernen die Kinder, Gefühle zu lesen, Streitigkeiten zu erkennen und gegebenenfalls zu lösen sowie zu trösten. Die Erwartung der Schule: „Die Pausenhelfer tragen durch ihren Einsatz zu einem ruhigeren und positiven Pausenklima bei und lernen, eigenständig Verantwortung zu übernehmen. Die Kinder merken, dass ihr Handeln bedeutsam ist und positive Auswirkungen auf ihre Mitschüler hat!”
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