(Oberkirchen) | Schaumburger Wochenblatt

Die neue Hybrid-Schmelzwanne im Obernkirchener Ardagh-Werk soll einen Meilenstein auf dem Weg zur Dekarbonisierung der Glasindustrie setzen. (Foto: Portrait yourself - Inh. Niclas Flenter)

Durchbruch zu neuer Technologie

Die Hitze des glühenden Glases spürten die Gäste aus den Bereichen Politik, Kunden, Geschäftspartner und Medienvertreter beim Besichtigungsrundgang trotz der vielfachen Abschirmung der Schmelzwanne deutlich. Von Mai bis August hatten die Bauphase gedauert, in der Fachleute der Glasproduktion in Obernkirchen sozusagen ein neues Herz einpflanzten. Die Hybrid-Schmelzwanne hat mittlerweile erfolgreich die Produktion aufgenommen, liefert den heißen Grundstoff für die Ausformung von Braunglas-Flaschen.
Friedrich-Wilhelm Busche (mit Hund Coco), gibt Tochter Gesa Schröder erste Tipps auf der Driving-Range. (Foto: ab)

Golf - ein Sport für die ganze Familie

Auch wenn die Zahl der Besucher nur schwer messbar sei, so Werner Nickel vom Image-Team, schätzte er die Zahl der interessierten Besucherinnen und Besucher auf 150 bis 200. Diesen wurde an dem Tag bei bestem Wetter sehr viel geboten. Ein Team von circa 30 Helferinnen und Helfern hatte sich über das gesamte Areal verteilt und bestritt ein umfangreiches Programm für die ganze Familie. Viel Andrang herrschte an der „Driving-Range“, wo unter fachkundiger Anleitung versucht werden konnte, den kleinen Ball „zum Fliegen“ zu bringen. So mancher Schlag zischte anfangs am Ball vorbei, bevor ein Treffer dem Anfänger ein Lächeln ins Gesicht zauberte, wenn das Objekt der Begierde in Richtung der 50-Meter-Marke flog. In lockerer Atmosphäre trafen sich an der Range erfahrene Golfer, Vereinsmitglieder, Familienangehörige und Besucher bei Bratwurst und erfrischenden Getränken – unter anderem „Birdy-Beer“ aus Stadthagen. Bei einer Rundfahrt mit einem E-Cart konnte das 56 Hektar große Gelände bequem in Augenschein genommen werden. Clubmitglieder führten Rundgänge zu Fuß über Teile der etwa acht Kilometer betragenen 18-Loch-Golfrunde durch und beantworteten alle Fragen der Besucher. Technisch begeisterte Neulinge erfuhren, wie der Platz in dem hervorragenden Zustand gehalten wird, dass nur die Abschläge und die „Grüns“ bewässert werden und dass dazu kein Brunnen- oder Grundwasser verwendet wird. Auf der Putting-Anlage versuchten Anfänger und Fortgeschrittene, den Golfball aus wenigen Metern Entfernung in das Loch zu spielen und mussten feststellen, dass das leichter aussieht, als es ist. Hier konnte man an einem „Putting-Contest“ teilnehmen und attraktive Preise gewinnen. Wer sich ohne Begleitung auf den Weg durch das hügelige Gelände machte, hatte die Möglichkeit, an einer Fotorallye teilzunehmen, bei der es galt, Fotomotive einem Ort auf dem Gelände zuzuordnen. Auch hier gab es Preise zu gewinnen. Mit einer großen Hüpfburg und einem Golfplatz für Kinder wurden auch die Kleinsten beschäftigt. 2017 stand der Golfclub kurz vor dem Ende, schilderte Werner Nickel seine schwerste Zeit im Verein. 12 der 18 Bahnen waren von Wildschweinen förmlich umgegraben worden und damit nicht mehr nutzbar. Über 10.000 Euro investierte der Verein in die Sanierung und entschloss sich, noch einmal über 80.000 Euro für die Installation eines 3,6 Kilometer langen Elektrozaunes aufzubringen. Die Investition hat sich gelohnt – die Wildschweine blieben seitdem zumeist in den Wäldern des Bückebergs. Von April bis Oktober wird jeden ersten und dritten Sonntag im Monat ein Schnupperkurs unter fachkundiger Anleitung angeboten. Für lediglich 19 Euro gibt es 2,5 Stunden Unterricht inclusive Schlägern, Bällen sowie einem kleinen Erinnerungsgeschenk. Informationen findet man im Internet unter: www.golfclub-schaumburg.de, per mail: info@golfclub-schaumburg.de sowie telefonisch unter 05724/4670. Hat man dann Golfluft geschnuppert, kümmern sich die „Pros“ Michael Dunwoodie und Robert Walster um das Erlangen der Platzreife, der Voraussetzung für das Hobby.
Kristina Orlowsky und ihr Vater, Kerstin Kramer, Daniele Krüger (im Hintergrund mit dem Brahma-Hahn) vor der Futterspende. (Foto: ab)

Edeka Krüger spendet für Tiere

Mit berechtigtem Stolz konnten Edeka-Eigentümerin Daniela Krüger und ihre Mitarbeiterin Kerstin Kramer, dem Gnadenhof Petershagen eine große Palette mit Tiernahrung sowie eine Spende von 757 Euro übergeben. Zur Spendenübergabe wurde die Leiterin des Hofes, Kristina Orlowsy, von einigen ihrer Schützlinge begleitet. Der schwarze Labrador-Mischling „Sascha“ war überfahren worden und sie hatte ihn mit drei gebrochenen Beinen aufgenommen und gepflegt. Der 13-jährige „Merlin“ kam aus einem Tierheim zu ihr. Ein Brahma-Hahn wurde vor einem Ende als Suppenbeilage gerettet. Insgesamt betreut Orlowsky und ihr kleines Team aus Familienangehörigen derzeit 60 Hühner, 26 Katzen, 24 Hunde, 16 Enten, 3 Ponys und einen Esel. Edeka-Mitarbeiterin Kerstin Kramer hatte die Spendenaktion im Edeka-Markt am Sülbecker Weg organisiert. Das Geld für den Gnadenhof kam durch eine Strickaktion der Mitarbeiterinnen zusammen, bei der die Produkte an Kunden verkauft worden waren. Die umfangreiche Futterspende stammte aus Kundenspenden sowie großzügigen Spenden der Lieferanten. Dessen Gegenwert schätzt die Marktleiterin auf über 1.000 Euro. „Das persönliche Engagement von Frau Kramer hat mich total begeistert“, fasst sie die Aktion zusammen. Auch jetzt werden noch Spenden für den Gnadenhof entgegen genommen. Diese gehen zu 100 Prozent direkt nach Petershagen. Besucher sind auf dem Hof von Kristina Orlowsky herzlich willkommen. Sie bittet um Anmeldung unter: 0177 5250913. Demnächst ist ihre Einrichtung auch über eine Internet-Seite erreichbar.
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