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Bürgermeister Axel Wohlgemuth bei der Einweihnung der neuen Aula. (Foto: nd)

Stadt kritisiert Landkreis-Entscheidung

Ab dem 1. August 2026 haben Grundschulkinder in Deutschland einen gesetzlichen Anspruch auf Ganztagsbetreuung – einschließlich eines Ferienangebots. Für die Stadt Bückeburg bedeutet das neue Bundesgesetz eine große organisatorische Herausforderung. Jetzt steht fest: Die Ferienbetreuung wird im ersten Jahr nicht vor Ort stattfinden. Die Stadt bedauert die Entscheidung des Landkreises Schaumburg scharf.
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Nadja-Elena von Storch ist die neue Pastorin der St. Nikolai Kirche. (Foto: ste)

Sommerweihnacht in St. Nikolai

Ein Hauch von Weihnachten mitten im Sommer: Die St.-Nikolai-Kirche in Rinteln war voller Leben, als die Gemeinde den Aufstellungsgottesdienst ihrer neuen Pastorin Nadja-Elena von Storch feierte. Die historischen Mauern schienen die Hitze der letzten Tage zu speichern und verwandelten den Gottesdienst in eine warme Einladung an alle Anwesenden. Mit feierlichem Orgelklang von Kantorin Daniela Brinkmann zog Nadja-Elena von Storch gemeinsam mit dem Kirchenvorstand in das Gotteshaus ein. Die dicken Kalkmauern riefen die sommerliche Wärme in Erinnerung, doch vor allem war es die menschliche Wärme, die den Moment prägte. Harald Scheibe, der Vorsitzende des Kirchenvorstands, zeigte sich sichtlich bewegt: „Ja, ist denn schon Weihnachten?“ Ein Lächeln huschte über seine Lippen; er wünschte sich, dass ein solcher Empfang öfter in St. Nikolai erlebt werde. Die tiefe Verbundenheit der Gemeinde begleitete den gesamten Festgottesdienst. Bereits in den vorherigen Beratungen hatte der Kirchenvorstand einstimmig Nadja-Elena von Storch als Nachfolgerin von Pastor Dr. Mosig vorgesehen. Die erfahrene Seelsorgerin kommt aus Barkhausen und richtet nun ihren Blick auf Rinteln. In ihrer nachdenklich-intensiven Einführungspredigt stellte Pastorin von Storch das Abendmahl in den Mittelpunkt. Sie zog Parallelen zu unseren alltäglichen Festen und Einladungen, bei denen oft auch ein unsichtbarer Gast dabei ist. In einer Welt voller Überfluss rief sie zur Besinnung auf: Christus suche nicht nach unseren Fehlern, sondern sehe uns mit liebevollen Augen an – als denjenigen, der uns erschaffen hat. Er stille den wahren Hunger der Seele in einer Gesellschaft, die oft satt ist. Nach dem Segen verließ die Gemeinde den Gottesdienst nicht sofort. In einer gemütlichen, zugewandten Runde bot sich Raum für Gespräche und persönliche Fragen an die neue Pastorin. Formell geht der Weg nun weiter: Bis nächsten Samstag steht der kirchenüblichen Fristlauf offen, um etwaige Einsprüche gegen die Ernennung beim Kirchenvorstand einzureichen. Anschließend wird die Landeskirche Hannover der Ernennung endgültig zustimmen und der offizielle Schritt in die nächste Glaubensphase besiegelt.
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