Es begann mit einem Paukenschlag. Bastian Schulz zog aus 22 Metern ab. Ein krummes Ding, der Ball flattert, HSV-Keeper Frank Rost wirkte verdutzt und schon zappelte der Ball im Netz.
Das Startsignal für die rote Glückseligkeit. Nur 13 Minuten später folgte eine Kombination vom Feinsten: Szabolcs Huszti setzte Schlaudraff in Szene, der zog quer vor der Abwehr durch Doppelpass mit Forsell in eine Lücke und schob den Ball technisch versiert zum 2:0 (18. Minute) ein. Dieser Vorsprung stabilisierte, obwohl der HSV mehr und mehr drängte. Huszti klärte nach einem Eckball auf der Linie und Florian Fromlewitz parierte gut in kniffligen Szenen. Beim HSV schwappte unterschwellig eine gehöorge Spur Arroganz in den Szenen mit. Diese Ansicht teilte Manager Dietmar Beiersdorfer nach der Partie. Im zweiten Abschnitt riskierte der Hamburger SV mehr und besaß höhere Spielanteile.
Trainer Martin Jol lobte: „In der zweiten Halbzeit haben wir vieles besser gemacht. 96 besaß dadurch Raum und es ist doch herrlich daheim auf Konter spielen zu können.” Ein solcher brachte dann auch in der 78. Minute die Entscheidung: Schnell überbrückten die Roten das Mittelfeld. Schlaudraff schickte Huszti, der legte flach prima auf Stajner ab, der sich die Ecke aussuchen konnte.
Das Publikum tobte, ein Feiertag und das noch im Nordderby. Trainer Dieter Hecking hatte nach der Partie gleich wieder Bodenkontakt: „Das Team darf sich auf dieser Leistung nicht ausruhen, sondern auf diesem Weg weitergehen. Wir müssen jetzt von auswärts endlich mal einen Dreier mitbringen!”