Schaumburger Wochenblatt
  1. "Jardin ouvert" entwickelt sich trotz des Regenwetters zu einem großen Erfolg

    Rund 4000 Besucher beim Jubiläum der Orangerie / Aussteller würden wieder kommen / Über 100 Stände beleben Gelände

    Dieser Eintrag wird bereitsgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    EXTEN (km). Die sintflutartigen Regenfälle Mitte der Woche hätten den "Jardin ouvert" zum 200-jährigen Geburtstag der Orangerie fast fortgespült: Hausherr und Chef-Organisator Dietrich von Blomberg und sein Team mussten einige Sonderschichten einlegen, um die Veranstaltung zu retten. Bis zur Eröffnung durch Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz am vergangenen Freitagvormittag wurde vor allem der Rundweg mit Kies aufgefüllt, und auch der Untergrund einiger Aussteller-"Spots" musste stabilisiert werden.

    Trotz des anhaltend regnerischen Wetters entwickelte sich eine nachgerade erstaunliche Publikums-Resonanz. Zum Beispiel am Sonntag, wo sich das Gelände innerhalb einiger lichter Stunden füllte. Der Parktplatz auf dem Exterfeld war bald voll, und auf der Straße reichte die Blechlawine auf der Südseite bald bis nach Rinteln zurück. Auf dem Orangerie-Gelände warteten insgesamt über 100 Aussteller mit einer breiten Palette an Angeboten aus dem Garten-, Freizeit- Mode- und Lifestyle-Bereich auf. Dem Publikum wurden außerdem allerlei feine Leckereien angeboten, und an diversen Getränke-Ständen konnte man sich die Zeit zwischen den Regenschauern verkürzen. Und auch das Show-Programm auf der Bühne vor der Orangerie kam bestens an. Zu den besonderen Attraktionen zählte ein Gartenbaudesign-Wettbewerb, zu dem die Rintelner "Silvester-Initiative" aufgerufen hatte. Zum Sieger kürte das Publikum per Votum die Arbeit der Studenten Milen Chervenkov und Frank Helmke zum Thema "Holzartig", dessen Realisierung der Rintelner Landschaftsbaubetrieb Püngel übernommen hatte. Über 400 Euro flossen am Ende in die Kasse des wohltätigen Vereins. Dazu kamen noch einmal 800 Euro aus der Versteigerung eines Terracotta-Generals mit dem Kopf von Bundespräsident Christian Wulf. Dessen Schöpfer, dem Unternehmensbertaer Fritz Bieri aus Hamel, war die Idee bei einer Geschäftsreise nach China gekommen.

    Bieris Stand mit zahlreichen weiteren Figuren - darunter auch eine mit seinem eigenen Konterfei - gehörte zu den meist frequentierten im "Jardin Ouvert". Bei der Versteigerung am Sonntagnachmittag zugunsten der Silvester-Initiative schlug am Ende der Hausherr selbst zu: Für 800 Euro erwarb er die Figur - die so fürs erste an ihrem Platz verbleiben kann. -

    Trotz des überwiegend miserablen Wetter zeigte sich Dietrich von Blomberg am Ende zufrieden mit dem Verlauf der dreitägigen Veranstaltung. Immerhin fast 4000 Besucher wurden unterm Strich gezählt. Besonderes Lob zollte von Blomberg seinem jungen Team, das auch an der Peripherie für einen reibungslosen Ablauf sorgte - von der Kasse bis zur Kinderbetreuung. Und auch die Aussteller sollen zufrieden gewesen sein. Auch wenn der Umsatz bei schönem Wetter sicherlich um ein Vielfaches höher ausgefallen wäre, würde - ausnahmslos - jeder wieder mitmachen, so die erste Bilanz nach einer Befragung der Teilnehmer. Ob es allerdings zu einer Neuauflage des "Jardin ouvert" kommen wird, will Dietrich von Blomberg erst nach einer detaillierten Analyse in Erwägung ziehen.Foto: km

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an