Schaumburger Wochenblatt
  1. Kreativer Ausdruck als Grundrecht

    Künstlergemeinschaft "Die Hummel" stellt in der alten Abtei aus

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    Lemgo (nr). Die inklusive Künstlergemeinschaft "Die Hummel" hat sich zum Ziel gesetzt, all das, was an künstlerischen und kreativen Anlagen in jedem Einzelnen steckt, nicht unentdeckt verwelken zu lassen. Sie wollen als Gemeinschaft eine Plattform schaffen, um den Weg aus dem privaten Atelier in die Öffentlichkeit zu wagen. Ein weiterer Schritt in Richtung dieses Ziels war die Vernissage "Intuition" in der Alten Abtei.

    "Wir sehen den kreativen Ausdruck als Geburtsrecht eines jeden Menschen und freuen uns, wenn er es annimmt und lebt", erklärt Eckhard Naujoks den Hintergrund des noch sehr jungen Vereins. "Wir haben kein Gremium, das darüber richtet, ob jemand gut genug ist." Einfach tun, die eigene Kreativität nicht beschneiden, das versucht »Die Hummel« zu vermitteln und das sagt auch ihr Leitspruch: Gemäß der aeronautischen Gesetze ist die Flügelgröße der Hummel zu klein, als dass sie einen so massigen und schweren Körper in die Luft erheben könnte. Aber die Hummel weiß es nicht und fliegt trotzdem. Für die Ausstellung auf gleich drei Etagen in der Alten Abtei bedeutet das, eine Vielfalt an Arbeiten zu präsentieren, die einlädt, sich auf die unterschiedlichsten Gedankengänge einzulassen. "Dieses kreative Potenzial schlummert in uns allen", betont Eckhard Naujoks und stößt damit in das gleiche Horn, wie die stellvertretende Direktorin der VHS Detmold-Lemgo, Dr. Evelyn Tegeler: "Dass die Künstlergemeinschaft den Begriff der Inklusion aufgreift, hat mit der Bedeutung des Begriffes im ursprünglichen Sinn zu tun. Es geht um die Vielfalt der Andersartigkeit. Ein inklusives Leben bedeutet, dass alle Menschen im gleichen Sinne teilhaben können. Ohne Wertigkeit." Eben so, wie die Hummel, die trotz ihrer geringen Flügelgröße dennoch fliegt. Und genau dieses liebenswerte Insekt hat die Künstlergemeinschaft zu Beginn der Vernissage gemeinsam auf die Leinwand gebracht – bunt, riesengroß und sehr eindrucksvoll. Ganz so, wie die Ausstellung selber.

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