Schaumburger Wochenblatt
  1. "Herr Lüthen, auf Sie kann man sich verlassen"

    Größtes Lob für den scheidenden Schulleiter kommt von den Schülersprechern / Gute Beurteilungen für das Schuloberhaupt

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    RINTELN (ste). Die Laudatoren alle hervorragende Reden vorbereitet, ließen Reinhold Lüthen und seine Verdienste für das Gymnasium Ernestinum hochleben, stellten dar, was in den fast 17 Jahren seiner Zeit als Schulleiter in seine Verantwortung fiel und was sich so in der Personalakte von Lüthen an Beurteilungen finden ließ. Doch was einen Schulleiter so richtig das Herz erfreut, das sagte Schülersprecher Christopher Brand in wenigen Worten: "Herr Lüthen, auf Sie kann man sich verlassen!" Die Aula des Rintelner Gymnasium Ernestinum war gut gefüllt mit Gästen, die Big Band spielte und der designierte Nachfolger von Lüthen, André Sawade, ließ die Zeit des scheidenden Schulleiters Revue passieren. 17 Mal konnte Lüthen 5. Klassen einschulen, er genehmigt die erste LAN-Party in der Schule, förderte den Austausch mit "La Reunion", stand Pate für das erste Comenius-Treffen in der Schule, ging beim "Projekttag Europa" in einem Meer von blauen Luftballons unter, gab Anschübe für den Austausch mit Kendal, holte das erste und einzige N-Joy Konzert in die Schule, stellte sich der Schulinspektion, kämpfte gegen die Abschiebung der Familie Ovanesov im Jahr 2006 und sah in diesem Jahr die Bewerbung des ältesten Sohns der Familie auf seinem Schreibtisch für eine Stelle als Lehrer an der Schule. Reinhold Lüthen förderte den Austausch mit China, die Gründung einer Schülerfirma, in seine Verantwortung fiel die erste Big Band CD, die Zertifizierung als Umweltschule Europa, die Einrichtung einer Konfuzius-Klasse, das Projekt "Rinteln - eine tolerante Stadt" und nicht zuletzt die einwöchige Geburtstagsparty anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Schule im letzten Jahr. Reinhold Lüthen, so hob es André Sawade hervor, sei in seinem Wirken auch geprägt von einem Spruch auf seiner Einladungskarte zur Pensionierung: "Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel richtig setzen!" Mit dieser Einstellung und der Tatsache, dass er sein Kollegium auch mal "...machen ließ", habe er Lehrkräfte und auch Eltern sich mit der Schule identifizieren lassen. Roswitha Strickstrack-Garcia von der Niedersächsischen Landesschulbehörde zitierte dann aus den Beurteilungen Lüthens: "Er versteht es, Schüler der Klassen 5 bis 13 am Thema des Unterrichts zu interessieren; auch ohne Einleitungs-Gags!" Reinhold Lüthen hinterlässt seinem Nachfolger ein Gymnasium, das gut und zukunftsweisend aufgestellt ist. Allerdings eine Baustelle bleibe seinem Nachfolger überlassen: "Das Projekt der architektonischen Erneuerung und Verschönerung der Schule!" Lob und Anerkennung gab es für den scheidenden Schulleiter auch von der Elternschaft und ihrem Sprecher Markus Struck, vom Polizeikommissariat Rinteln in Person von Wilfried Korte und vom Kollegium, das extra für ihn ein Lied einstudiert hatte. Lüthen selbst verabschiedete sich von den Schülerinnen und Schülern, Eltern und seinem Kollegium mit einer Erklärung: "Ich habe den Antrag auf Pensionierung nach einer Fortbildung bei der Landesschulbehörde gestellt. Die Motivationstrainerin zeigte uns anhand eines Maßbands, wie viel unseres Lebens bereits gelebt ist und wie wenig bleibt!" Daraufhin habe er seinen Antrag auf Pensionierung gestellt. Was er jetzt auf keinem Fall machen werde: "Eine Nachhilfegruppe Lüthen-für-Lütte auf der Insel Föhr gründen!" Foto: ste

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