Die Meldung ließ auf den ersten Blick neue Hoffnung für das alte Schloss Arensburg aufkommen, zugleich schlich sich jedoch auch Misstrauen ein, da die Ideen für das unter Denkmalschutz stehende Gebäude schon mehrfach mit blumigen Ankündigungen die Visionen einer Zukunft aufkeimen ließ, am Ende jedoch immer wieder die Arensburg nur Spekulationsobjekt blieb. Jetzt ist sie wieder verkauft, wie der Insolvenzverwalter Justus von Buchwald der German Property Group in einer Pressemittelung verkündete, und zwar an die HCC AG (Healthcare Company AG) mit Sitz in Frankfurt am Main. Das mittelalterliche Schloss mit seinen drei Stockwerken und verschieden Nebengebäude sowie einem 14 Hektar großen Park hat 85 Zimmer und war in den 1990er Jahren renoviert und zu einem Verwaltungsgebäude umgebaut worden. Dieter F. Kindermann hatte dort seinen Firmensitz, dann jedoch der Auszug des Unternehmens und der Leerstand seit 2004. Wasserschäden, Verwahrlosung, Verfall. 2015 übernahm die German Property Group das historische Gebäude, doch statt einer neuen Nutzung stellte sich das Firmenkonstrukt als ein möglicherweise milliardenschwerer Anlegerskandal heraus. Das soll unter dem neuen Eigentümer HCC AG anders werden. Das Unternehmen hat sich auf Immobilien in schwierigen Situationen spezialisiert und entwickelt neue Nutzungskonzepte, bevorzugt für das Gesundheitswesen, und setzt diese dann für den jeweiligen Betreiber um. Zu den Plänen der Gesellschaft für die Arensburg erklärt Stephan Boehme, Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft: „In Rinteln werden wir Schloss Arensburg wieder zu altem Glanz verhelfen und unser Konzept 'Historie trifft das Moderne' umsetzen. Wir planen eine Seniorenresidenz mit angeschlossenem Boutiquehotel an diesem Standort, möglicherweise nutzen wir auch einen Teilbereich als REHA–Einrichtung.”