Ferien – Gott schenkt Zeit zum Leben
Mit den Sommerferien beginnt für viele Kinder und Familien eine besondere Zeit. Der Alltag tritt in den Hintergrund, Termine werden weniger und der Blick wird frei für das, was im Trubel des Jahres oft zu kurz kommt: Zeit füreinander, Zeit für die Schöpfung und Zeit für Gott. Ferien sind mehr als eine Pause vom Alltag. Sie erinnern uns daran, dass wir Menschen nicht dafür geschaffen sind, ständig zu leisten. Gott selbst hat den Rhythmus von Arbeit und Ruhe in die Schöpfung hineingelegt. Am siebten Tag ruhte Gott von seinem Werk (vgl. Genesis 2,2–3). Diese Ruhe ist kein Zeichen von Schwäche, sondern Ausdruck des Vertrauens: Die Welt dreht sich weiter, weil Gott sie trägt. Kinder verstehen dieses Geheimnis oft besser als Erwachsene. Sie leben im Augenblick. Sie staunen über einen Schmetterling, sammeln Steine am Wegesrand, beobachten die Wellen am Meer oder entdecken den Sternenhimmel. In ihrem Staunen wird etwas von Gottes Gegenwart sichtbar. Jesus stellt nicht ohne Grund ein Kind in die Mitte und sagt: „Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen“ (Mk 10,15).