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Sitzprobe im Musikexpress: Vorn v.l.: Iris Freimann, Maxine Reith (Stadt Stadthagen), hinten v.l.: Tino Noack, Hendrik Müller, Mario Risse (AG Stadthäger Krammärkte). (Foto: ab)

Frühjahrskrammarkt lockt mit vielen Attraktionen

„Ein sicheres Anzeichen dafür, dass das Frühjahr kommt!“ Iris Freimann, Leiterin des städtischen Fachbereichs Bürgerdienste freut sich gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf das Event auf dem Festplatz. Seit einigen Tagen herrscht dort Hochbetrieb. Die großen Fahrgeschäfte werden aufgebaut und nach und nach beziehen die anderen Aussteller ihre Positionen. Am Freitag, 20. März um 16.00 Uhr wird der Krammarkt offiziell eröffnet und endet am Dienstagabend zwischen 21.00 Uhr und 22.00 Uhr mit einem fulminanten Bodenfeuerwerk mit Musikbegleitung an der Büschingstraße. Rings um den befestigten Weg reihen sich Fahrgeschäfte, wie der bekannte Musik Express und der Break Dance der Familie Noack an Kinderfahrgeschäfte und immer wieder Ständen mit klassischen und exotischen Spezialitäten für die hungrigen Besucher.
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Heute let Thomas Priemer als reiner Privatier in Todenmann, liest viel, hört viel und in guter Qualität Musik und ist auch weiter sportbegeistert. (Foto: ste)

Die 4-B-Geschichte: Von Bundeswehr und Bürgermeister über Bürgerstiftung Schaumburg bis Borussia

Im Rahmen der Serie des Schaumburger Wochenblatt „Was macht eigentlich...?“ sind wir in dieser Ausgabe verabredet mit Thomas Priemer, von 2014 bis 2021 Bürgermeister der Stadt Rinteln und zuvor von 2006 bis 2014 Bürgermeister im Auetal. Wir treffen uns in seinem Haus in Todenmann mit tollem Blick in Richtung Norden auf den Wald und im Süden auf die Stadt. „Hier“, so Priemer, „sagen sich am Abend Fuchs und Waschbär gute Nacht!“ Und das sei auch gut so. Der Hauskauf sei ein echter Glücksgriff für ihn und seine Frau gewesen. Priemers privates Leben startete in Möllenbeck und am Rintelner Wirtschaftsgymnasium absolvierte er 1978 sein Abitur, mit dem er seine berufliche Karriere am 1. Juli 1978 mit einer sechsjährigen Unteroffizierslaufbahn bei der Bundeswehr begann. „Nebenbei konnte ich beim Bund noch einen Beruf erlernen und startete 1985 beim Landkreis Schaumburg mit der Verwaltungsfachangestellten Prüfung.“ Nach drei Jahren Studium konnte sich Priemer Dipl. Verwaltungswirt nennen und arbeitete dann beim Landkreis Schaumburg in verschiedenen Ressorts. Dann wechselte er nach Bad Eilsen und hatte dort das Glück, dass er in verschiedenen Verwaltungsbereichen wie Immissonsschutzrecht, Abfallrecht, Wasser- und Abwasserrecht sowie Ordnungs- und Baurecht und auch Sozialrecht viel Erfahrung sammeln konnte. Im Jahr 2000 ging es dann für ihn ins Auetal, wo er 2006 Bürgermeister wurde. Acht Jahre später kandidierte er dann für das Bürgermeisteramt in Rinteln und wurde 2014 Bürgermeister für sieben Jahre, bis ihn 2021 Andrea Lange ablöste. Doch so richtig Ruhestand hat er erst seit November 2025, denn bis dahin arbeitete er bei der Firma „PricewaterhouseCoopers GmbH“ (PwC) vorwiegend am Standort Düsseldorf und war dort tätig als Vermittler der Firma zur kommunalen Seite mit dem Schwerpunkt Energiewirtschaft: „Ich wusste aus eigener Erfahrung, wie man im Rathaus denkt, vor allem wenn die Kassen knapp sind!“ An Rintelns Stammtischen wurde jedoch über Priemers Tätigkeit nach Ende seines Bürgermeisteramtes ganz anders gesprochen: „Ich kann aber jedem versichern, dass ich nie in einer Pizzakartonfabrik gearbeitet haben“, schmunzelt Priemer über dieses Märchen. Offensichtlich entstand das Gerücht dadurch, dass sich Priemer zu Amtszeiten intensiv für die Ansiedlung einer entsprechenden Firma in Rintelns Industriegebiet einsetzte: „Ich wollte die 35 Millionen Euro Investition unbedingt nach Rinteln holen“, so Priemer. Das sich am Ende nicht alle Versprechen der Firma erfüllten, das sei nicht Schuld der Verwaltung. Als seine größten Erfolge als Bürgermeister sieht Priemer die zahlreichen sozialen Errungenschaften Rintelns wie ausreichend Kita-Plätze und ein richtig tolles Mehrgenerationenhaus mit hochengagierten Mitarbeitenden. So richtig an die Nieren sei ihm der Umgang mit den ersten potenziellen Investoren am Brückentorkomplex gegangen. Auch sei er anfangs so naiv gewesen zu glauben, dass Jede und Jeder im Rat, auch ohne Mehrheiten, von sich sagen können sollte: „Ich habe mich eingebracht und es hat sich gelohnt!“ Einige, so Priemer, hätten ihn eines Besseren belehrt und sich nur eingebracht, um sich selbst zu profilieren. Heute ist Thomas Priemer ein echter Privatier. Er engagiert sich noch mit viel Herzblut im Vorstand der Bürgerstiftung Schaumburg und seine Lieblingsprojekte sind die Wassergewöhnung für Kinder in Kooperation mit der DLRG und das Umweltbildungszentrum „Wilde Karde“ in Seggebruch, wo bei Kindern im Grundschulalter das Interesse an der Natur geweckt werde. Sportlich war Priemer auch schon immer, hat aber mittlerweile mit Tennis abgeschlossen und läuft stattdessen durch den weitläufigen Wald oberhalb seines Hauses oder fährt über weite Strecken Fahrrad. „Auch mal nach Düsseldorf zu meiner Tochter; aber mit zwei Übernachtungen!“ Er und seine Frau Simone sind zweifache stolze Großeltern und seine musikalische Leidenschaft kann er jetzt noch intensiver ausleben als zu Berufszeiten. Seine Lieblingsband „Golden Earing“ gibt es leider nicht mehr, aber ihre Musik und die von „Led Zeppelin“ & Co. leben auf der Soundanlage von Priemer natürlich in bester Tonqualität weiter. Mit dem Abschlusssatz Priemers tun sich die Schalke-Finger des Schreibers dieser Zeilen zwar schwer, aber seine Leidenschaft zu Fußball und hier Borussia Dortmund muss natürlich noch erwähnt werden.
Empfang im Rathaus. Schülerinnen und Schüler aus Ikaruga/Japan sind zu Gast in Rintelner Familien.  (Foto: ste)

Partnerschaft mit japanischer High-School

Seit 2017 pflegt das Gymnasium Ernestinum in Rinteln eine Schulpatenschaft mit Schüleraustausch mit der japanischen Stadt Ikaruga aus dem Landkreis Ikoma in der japanischen Präfektur Nara im Süden Japas. Jetzt war eine 20-köpfige Delegation von Schülern aus Japan mit ihrem Lehrer Daiki Mori zu Besuch in Rinteln und wurde dabei auch von Bürgermeisterin Andrea Lange im historischen Ratssaal empfangen. Die Schülerinnen und Schüler der Horyuji Kokusai High School aus Ikaruga staunten zuerst einmal über die historische Bausubstanz des Saals und dann freuten sie sich über die Geschenke, die für sie bereitlagen. In einer mit Rinteln-Logo versehenen Tasche wartete insbesondere ein „Eistaler“ auf die Einlösung in einer Rintelner Eisdiele. Ins Leben gerufen hatte diese Partnerschaft Lehrer Markus Rass, der selbst über die Manga- und Animeszene eine Leidenschaft für das Land entwickelte. Lange hob in ihrer Begrüßungsrede die Bedeutung von Austauschen dieser Art hervor, denn Länder lerne man erst richtig kennen, wenn man auch deren Menschen kennenlerne. Und das sei bei solchen Austauschen der Fall. Sie dankte Markus Rass und Lutz Heerhold, dass sie sich für den Austausch zwischen den Schulen einsetzten. So ein Austausch lohnt sich insbesondere auch deshalb, weil dabei sowohl den gastgebenden Rintelner Schülern als auch den Gästen deutlich wird, welche Unterschiede es bei den Lehrmethoden in Ikaruga und Rinteln gibt. In Japan ist es vor allem der Frontalunterricht in den 40-Schüler-Klassen, während das Rintelner Gymnasium wesentlich gruppenorientierter und kommunikativer unterrichtet. In Japan setzt man besonders auf eigenständige Nacharbeit und auf ein hohes Maß an Disziplin in den Klassen, hinkt jedoch in Sachen Digitalisierung in den Schulen deutlich hinter den deutschen Schulen her. Ein besonderes Highlight für die Gastschüler aus Ikaruga war ein Selfie mit „Miss Mayor“ (Frau Bürgermeisterin). An der Partnerschaft des Gymnasium mit der High-School in Ikaruga beteiligt ist auch die IGS Helpsen.
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