Schaumburger Wochenblatt
  1. Mehr Akzeptanz für psychische Krankheiten

    Völlers fordert bessere Anerkennung

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    LANDKREIS (mk). Die heimische Bundestagsabgeordnete Marja-Liisa Völlers besuchte kürzlich gemeinsam mit Joachim Schwidlinski, Bürgermeister von Wölpinghausen, den Therapiehof Hesterberg von Svenjana Hesterberg. Auf dem Hof werden Reittherapien und pferdegestützte Interventionen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeboten. Neben einer allgemeinen Vorstellung des Hofes, ging es um die Schwierigkeiten bei der Anerkennung für die therapeutische Leistung sowie um weitere Pläne von Frau Hesterberg für den Therapiehof. Der Hof wurde vor drei Jahren von Frau Hesterberg und ihrem Mann übernommen und ist seit Oktober 2020 als Therapiehof eröffnet. Insgesamt wird das bisherige Angebot sehr gut angenommen und es gibt einen steigenden Bedarf an Therapiestunden. Aktuell weisen ihre Klienten eine hohe Diversität auf. So sind sowohl junge, als auch alte Menschen mit unterschiedlichen Therapieanliegen, wie Demenz oder Trisomie, vertreten. Eine große Herausforderung für ihre Arbeit ist die begrenzte Übernahme der therapeutischen Leistungen von den Krankenkassen. Die privaten Krankenkassen übernehmen diese - im Gegensatz zu den gesetzlichen Krankenkassen - in der Regel. Um eine volle Therapie in Anspruch nehmen zu können, sind die Klienten auf eine gute finanzielle Lage angewiesen. Hesterberg wünscht sich diesbezüglich: "Die Reittherapie als ganzheitlicher Ansatz findet in den letzten Jahren immer mehr Anerkennung, die verschiedenen Wirkungsweisen der Reittherapie sind aber leider noch vielen Menschen kaum bekannt, sodass es mir ein großes Anliegen ist aufzuklären und mich für die Menschen ohne finanzielle Möglichkeiten, welche von der Reittherapie profitieren würden, einzusetzen." Dazu Marja-Liisa Völlers: "Psychische Krankheiten sowie physische und psychische Behinderungen sind in unserer Gesellschaft immer noch ein gewisses Tabuthema. Wir müssen darüber mehr reden und brauchen mehr Akzeptanz. Ein erster Schritt wäre, dass auch die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für weitergehende therapeutische Leistungen, wie auf dem Therapiehof Hesterberg, übernehmen." Darüber hinaus plant Hesterberg mehr Vernetzung und einen engen Austausch in ihrem Feld. Ziel ist die weitere Ergänzung ihres therapeutischen Angebots. Dazu Marja-Liisa Völlers: "Es hat mich sehr gefreut Frau Hesterberg kennen zu lernen und einen Einblick in ihre Arbeit zu kriegen. Es war beeindruckend zu hören, wie sie unter den schwierigen Bedingungen ihren eigenen Betrieb gegründet hat. Aber insbesondere bin ich sehr dankbar für ihre Arbeit, die sie jeden Tag tut, und die Unterstützung, die sie dabei Menschen mit Krankheiten und Behinderungen gibt." Foto: privat Die Bundestagsabgeordnete Marja-Liisa Völlers (rechts) gemeinsam mit Svenjana Hesterberg (Mitte) und Joachim Schwidlinski, Bürgermeister von Wölpinghausen (rechts).

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