96 will sich oben festbeißen | Schaumburger Wochenblatt

96 will sich oben festbeißen

96 tritt am Sonntag im eigenen Stadion gegen Dynamo Dresden an. (Foto: bb)
96 tritt am Sonntag im eigenen Stadion gegen Dynamo Dresden an. (Foto: bb)
96 tritt am Sonntag im eigenen Stadion gegen Dynamo Dresden an. (Foto: bb)
96 tritt am Sonntag im eigenen Stadion gegen Dynamo Dresden an. (Foto: bb)
96 tritt am Sonntag im eigenen Stadion gegen Dynamo Dresden an. (Foto: bb)

Mit dem Sieg in Berlin hat sich Hannover 96 endgültig im Aufstiegsrennen zurückgemeldet. Nun gilt es, gegen abstiegsbedrohte, aber deutlich verbesserte Dresdner nachzulegen, um nicht wieder an Boden zu verlieren.

Die Partie sei noch einmal unnötig spannend geworden, weil sein Team es versäumt habe, das vierte Tor nachzulegen, so 96-Coach Christian Titz nach der Begegnung in Berlin. Die Aussage darf als Jammern auf hohem Niveau eines ansonsten sehr zufriedenen Trainers eingeordnet werden.
Die Partie gegen Hertha BSC Berlin war zuvor als Prüfstein eingeordnet worden. Immerhin verfügen die Berliner über eine sehr stabile Defensive sowie Einzelspieler, die gerade beim Kontern jedem Gegner in der Liga gefährlich werden können. 96 hatte im Hinspiel eine deutliche Niederlage schlucken müssen, obwohl die Titz-Mannen gefällige Kombinationen aufzogen.
Im Rückspiel in Berlin gelang den „Roten“ am vergangenen Wochenende jedoch eine beeindruckende Revanche. In deren Folge beträgt der Abstand auf einen direkten Aufstiegsplatz nur noch einen Punkt.
96 startete wie aus der Erfolgsserie zuletzt gewohnt schwungvoll. Nachdem Boris Tomiak die einstudierte Freistoßvariante zur frühen Führung genutzt hatte, kam das Kombinationsspiel von 96 immer besser in Fahrt. Die 96er setzten Berlin bei dessen Spielaufbau unter Druck, eroberten immer wieder Bälle. Benjamin Källmann traf nach feiner Ballstafette in der 29. Minute zum 2:0. Hertha beschwor im ersten Durchgang kaum Gefahr herauf.
Berlin mühte sich nach Wiederanpfiff um mehr Einfluss auf die Begegnung. Per Elfmeter gelang Fabian Reese früh der Anschluss zum 1:2. 96 behielt jedoch trotz des Rückschlages die Oberhand, kombinierte weiterhin sicherer und zielstrebiger. Der eingewechselte Noah Weißhaupt verbuchte seinen ersten Pflichtspieltreffer für Hannover, das Team hatte noch weitere Möglichkeiten. Stattdessen gelang Hertha kurz vor Schlusspfiff das 2:3. Hannover brachten den Sieg jedoch über die Zeit und schob sich so auf Tabellenplatz vier vor.
Auf dem Papier ist 96 nun klarer Favorit im Duell mit dem Vorletzten aus Dresden (Anpfiff, Sonntag, 13.30 Uhr in Hannover). Allerdings zeigt sich Dynamo nach der Winterpause deutlich verbessert gegenüber der Hinrunde. Die Mannschaft besiegte Fürth und Magdeburg, kam gegen Bielefeld und Schalke zu Unentschieden. Gegen Elversberg kassierte Dresden zwar ein 1:2-Niederlage, forderte den Saarländern jedoch viel ab. Im Hinspiel kam 96 gegen den Aufsteiger nicht über ein Unentschieden hinaus.
Die Titz-Mannschaft muss also auf der Hut sein. Es wird darauf ankommen, ebenso konzentriert wie in den Partien zuvor sein gewohntes Spiel durchzusetzen. Der Trainer verfügt über vielfältige personelle Alternativen, Akteure wie Hayate Matsuda kommen nach Verletzungspause zurück.
Foto: bb


Bastian Borchers
Bastian Borchers
Redakteur Schaumburger Wochenblatt
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