Schaumburger Wochenblatt
  1. Hans Huckebein – Ein böser Vogel oder doch ein Opfer der Lebensumstände?

    Illustrationen von Jonas Lauströer im Wilhelm-Busch-Geburtshaus / Workshop-Angebot in den Sommerferien

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    WIEDENSAHL (pp). Anlässlich des 40. internationalen Museumstages ist im Wilhelm-Busch-Geburtshaus in Wiedensahl die Ausstellung "Die Bosheit war sein Hauptpläsier" mit Illustrationen von Jonas Lauströer zu "150 Jahre Hans Huckebein" eröffnet worden.

    Lauströer, freiberuflicher Illustrator und Lehrbeauftragter an der Hochschule für angewandte Wissenschaft in Hamburg, hat seine erste nachgewiesene Rabenzeichnung bereits im Alter von vier Jahren angefertigt. "Meine Mutter hat damals eine aus dem Nest gefallene Amsel aufgepäppelt, die mich einerseits fasziniert und auf der anderen Seite auch angeekelt hat, weil sie überall hinkackte und mehrfach gegen Fensterscheiben geflogen ist", schildert Lauströer Kindheitserlebnisse, die durchaus Parallelen zu der Busch-Geschichte vom tragisch-drolligen Hans Huckebein aufweisen. Auch in der Folge zogen sich die Themen "Busch" und "Vögel" durch Lauströers Leben, wie er den Eröffnungsbesuchern im Interview mit Museumsleiterin Gudrun-Sophie Frommhage-Davar offenbarte. So kaufte sich der Illustrator vom ersten Taschengeld ein Buch von Wilhelm Busch und er fertigte seine Masterarbeit zum Thema "Vogelflug". In seinen in einem Bildband erschienenen Huckebein-Werken stellt Lauströer auch die Frage, ob der Unglücksrabe ein böses Tier oder ein Opfer seiner Lebensumstände ist. Für den Künstler ist die Antwort klar: "Hans Huckebein ist nicht boshaft. Ein Vogel gehört eben in die Freiheit". Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 29. Oktober. Am 20. Juli findet zusätzlich als Ferienangebot ein Illustrations-Workshop für Jung und Alt statt. Weitere Informationen dazu finden Interessierte im Internet unter www.wilhelm-busch-geburtshaus.de. Foto: pp

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