Schaumburger Wochenblatt
  1. Tief bewegende musikalische Andacht

    "Ensemble Prisma" beeindruckt mit "Mysteria Paschalia"

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    STADTHAGEN (bb). Das Ensemble "Prisma" hat sein Publikum in der St. Martini-Kirche Stadthagen mit dem Konzertprogramm "Mysteria Paschalia" tief bewegt. Mit dieser "alternativen Passionsmusik" brachte das junge Quartett Stimmungen zwischen Tod und Erlösung sowie Unglück und Trost zum Ausdruck. Wo Leid ist, da ist auch meist die Freude über das Überleben, das Überstehen, ganz nah. Dies ist eine der Grundideen, der "Prisma" bei der Zusammenstellung des Konzertprogramms für ihren "Dialog zwischen Pessach und Ostern" folgte. "Gefangenschaft und Befreiung", "Sünde und Vergebung" sowie "Tod und Auferstehung" lauteten denn auch die Überschriften der verschiedenen Abschnitte der musikalischen Andacht in der St. Martini-Kirche, in deren Rahmen Dávid Budai (Viola da gamba), Franciska Hajdu (Violine, Gesang), Elisabeth Champollion (Blockflöte) und Alon Sariel (Laute und Du) spielten. Das Ensemble kombinierte gekonnt christlich-sakrale Musik wie Luthers Choral "Aus tiefer Not schrei ich zu dir" oder Bachs "O groß Lieb" mit traditionellen und volksmusikalischen Stücken aus Israel wie "Nizanim Niru Ba´Aretz", Marienliedern aus Ungarn, traditionellen ägyptischen Stücken sowie amerikanischen Gospels zu einem außerordentlichem Konzerterlebnis. Tiefes Leid aber ebenso Trost und auch mitreißende Freude ließ das hochkarätige Ensemble in seinem Spiel eindrücklich spürbar werden. Das jüdische Pessachfest und das christliche Osterfest stehen kalendarisch in einem Zusammenhang, dies lieferte "Prisma" den Anstoß zur Entwicklung der Konzertidee, die Einflüsse ganz verschiedener Musiktraditionen zu einem tief bewegenden Ganzen verwob. Der Auftritt im Rahmen der musikalischen Andacht, entsprechend den Corona-Hygienebedingungen organisiert, wurde durch die Schaumburger Landschaft mit Landesmitteln ("Niedersachsen dreht auf") gefördert sowie organisiert und unterstützt vom Förderkreis für Kirchenmusik der St.-Martini-Gemeinde Stadthagen in Kooperation mit dem Förderverein ehemalige Synagoge.Foto: bb

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