Schaumburger Wochenblatt
  1. Förderverein verhandelt über Kauf des Synagogengebäudes

    Funktion als Lern-, Gedenk-, und Kulturort langfristig sicherstellen

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    STADTHAGEN/LANDKREIS (bb). Mitglieder der CDU-Ratsfraktion Stadthagen haben sich bei einem Vorort-Besuch über die aktuelle Situation des Fördervereins ehemalige Synagoge Stadthagen informiert. Thema war der vom Verein angestrebte Kauf des Synagogen-Gebäudes ebenso wie dessen Entwicklung als Lern- und Gedenkort und seine Einbindung in die Bildungslandschaft. Sie seien optimistisch, dass der Verein das Gebäude in der Stadthäger Altstadt möglicherweise im Laufe des Juni erwerben könne, berichteten der Vereinsvorsitzende Andreas Kraus und Wolfgang Rehrmann, Geschäftsführer und Kassierer, bei dem Besuch. Derzeit ist die Stadt Pächter des historischen Gebäudes. Der Verein, der dieses aufwändig sanierte, hat wiederum einen Nutzungsvertrag mit der Stadt. Nun bestehe die Chance, die ehemalige Synagoge vom Immobilienbesitzer zu kaufen, wie Rehrmann ausführte. Zum Preis wollte er keine Angaben machen. Für die Finanzierung des Kaufs setzt der Verein auf eine Spendenaktion unter den Mitgliedern, zudem auf eine Unterstützung durch die Stadt und eventuell weitere Förderer wie die Erwin-Rautenberg-Stiftung, die sich bereits in eine Reihe von Projekten einbrachte. Mit dem Kauf würde eine langfristige Sicherung des Lern- und Gedenkortes für die Stadtgesellschaft erreicht, so Kraus und Rehrmann. Wegen der Corona-Pandemie sei in den vergangenen Monaten die Nutzung der Räumlichkeiten eingeschränkt gewesen, wie Kraus erklärte. Der stellvertretende Vorsitzende Klaus Reinartz-Franke hielt fest, dass die Schülergruppen in der Synagoge in einer spürbar anderen Atmosphäre als in der üblichen Umgebung des Klassen- oder Kursraumes arbeiten würden. Dies gelte nicht allein, wenn es um den Nationalsozialismus gehe, sondern auch, wenn sich die Jugendlichen mit dem Thema Menschenrechte auseinandersetzen würden. Nach Abklingen der Corona-Krise werde das Veranstaltungsprogramm wieder aufgenommen. Die vergangenen Monate habe der Verein genutzt, um unter anderem den Internetauftritt zu modernisieren. Über diesen sind nun auch biografische Informationen von Verfolgten des Nationalsozialismus in Schaumburg abrufbar. Foto: bb

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