Schaumburger Wochenblatt
  1. Im Alter sicher leben

    Polizei startet Präventivaktion für Senioren über 70 Jahre

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    Die Maschen und Tricks, um ältere Mitbürger um ihr Erspartes zu bringen, werden immer perfider - kaum jemand weiß das besser als die Beamten der Bückeburger Polizei. Diese werden nicht müde, vor den fiesen Betrügereien zu warnen und starten in diesem Monat mit einer Präventionsoffensive: An alle Bückeburger Bürger ab 70 Jahre werden in den kommenden Wochen Informationsmaterialien in die Haushalte verteilt, um vor allen Dingen auch diejenigen zu erreichen, die sich nicht online oder über die Presse informieren. Dabei wünschen sich die Beamten auch die Gelegenheit zum Austausch mit den Senioren. Insgesamt 3509 Senioren werden noch im August ein persönliches Anschreiben inklusive Informationsbroschüre "Im Alter sicher leben" und einen Aufsteller, zum Platzieren direkt neben dem Telefon, direkt nach Hause erhalten. Beratende Unterstützung für die Aktion haben sich die Bückeburger Polizeibeamten vom Seniorenbeirat der Stadt Bückeburg. Polizeikommissarin Lea Schwarze ist der federführende Kopf hinter der Aktion und hat das Konzept in dieser Form entwickelt. "Wir wollen neben der normalen Präventivarbeit alle Menschen erreichen, daher das individuelle Anschreiben nach Hause. Die Betrügereien, vor allen Dingen zulasten älterer Mitbürger, sind inzwischen ein dauerhaftes Problem und es kommen immer neue Tricks und Maschen hinzu", erklärt Ralf Seland, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes. "Mit dem Aufsteller neben dem Telefon, auf dem wichtige Nummern sowie die Durchwahl der zuständigen Polizeistelle notiert werden können, werden die Warnungen visuell unterstützt", fügt Pressesprecher Matthias Auer hinzu. "Ich glaube, wir haben hier gute Maßnahmen vorbereitet. Das Anschreiben gibt dem eine persönliche Note. Es ist wichtig, dass diese Aufklärung stetig beibehalten wird und die Polizei präventiv vorgeht", unterstützt auch Bürgermeister Axel Wohlgemuth das Projekt. Neben dem persönlichen Anschreiben und dem Informationsmaterial reichen die Polizisten auch wichtige Handlungsempfehlungen an die Bürger weiter: "Die Polizei ruft niemals mit der 110 an, zudem fordern Institutionen wie Staatsanwaltschaft und Polizei niemals die Zahlung oder Herausgabe von Geldbeträgen. Solchen Forderungen darf nie nachgekommen werden", so die Polizei. Zudem sollen generell keine unbekannten Personen ins Haus gelassen werden oder gar Wertgegenstände übergeben werden. Bei bedrängenden Anrufen das Telefonat sofort beenden sowie keine persönlichen Informationen herausgeben. Im besten Falle wird eine Vertrauensperson über den möglichen Betrug oder Versuch aufgeklärt. "Es ist essentiell wichtig, dass diese Betrügereien zur Anzeige gebracht werden", stellt Seland klar. Foto:nh

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