Kolumne: Was ich schon immer einmal sagen wollte
Vermutlich ist in den vergangenen zwei Wochen genügend über Schnee, ausgefallene Schulzeiten, unbefriedigende Räumdienste und und und geschrieben worden. Fragen Sie mal die kleineren Kinder. Viele haben zum ersten Mal diese Form des Niederschlages gesehen. Ob sie wohl wissen, dass jede der Milliarden von Schneeflocken ein Unikat ist? Das jedenfalls behaupten Wissenschaftler und ich werde das nicht infrage stellen. Die Kinder freuen sich – Schneemänner bauen, Schneeballschlachten veranstalten und freie Schultage. Als ich am Wochenbeginn zum Schneeräumen nach draußen ging – mit schlechten Gewissen, da es ja schon acht Uhr war und der Gesetzgeber uns zum Räumen bis sieben Uhr verdonnert hat – begrüßte mich unsere siebenjährige Nachbarin mit gezielten Schneeballwürfen. Daraus entwickelte sich eine Schneeballschlacht und ich gab mich nach zehn Minuten mit eiskalten Fingern geschlagen. Frisch gefallener Schnee hat unser schönes Schaumburger Land in eine weiße Wattewelt mit Ansichtskartenpotential verwandelt. Weiß steht für Sauberkeit und Reinheit. Schneebedeckte Landschaften werden mit poesievollen Namen beschrieben. Niemand sieht mehr, wie es darunter aussieht. Kurz vor der norddeutschen Winterkatastrophe hatte ich noch mehrere Berge von Bauschutt – ziemlich sicher mit Asbest verseucht – auf dem Weg zu einem Entsorgungszentrum entdeckt und natürlich fotografisch gesichert.