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Blaulicht. (Foto: placeholder)

11-jähriger Junge bei Unfall verletzt

Am Donnerstag, 20.06.2024 gegen 17:25 Uhr kam es in der Grover Straße im Bereich Einmündung Masch zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem 11-jährigen Jungen auf einem Tretroller. Ein dunkelgrauer Mercedes Geländewagen bog aus der Straße Masch nach rechts in die Grover Straße ab und stieß dabei mit seinem linken Außenspiegel gegen den Tretroller des dort fahrenden Jungen. Der 11-jährige Junge stürzte daraufhin und verletzte sich leicht. Der Mercedes-Fahrer entfernte sich unerlaubt vom Unfallort. Zwei bislang unbekannte Radfahrer haben den Verkehrsunfall möglicherweise beobachtet. Die Polizei bittet die Radfahrer oder weitere Zeugen, die Angaben zum Unfallverursacher oder dem Fahrzeug machen können, sich bei dem Polizeikommissariat Bad Nenndorf unter 05723/74920 zu melden.
Unter Anleitung durften die Kinder die Hunde durch den Parcour führen. (Foto: ab)

„Wer bellt denn da?“

Aufgeregt erwarteten die Kinder des städtischen Kindergartens „Jägerhof“, in dieser Woche tierischen Besuch in ihrer Einrichtung. Seit März 2024 besuchen regelmäßig drei bis fünf speziell ausgebildete „Servicehunde“ der Hundeschule Ana Hesse den Kindergarten an der Habichhorster Straße. Bis zu zehn Kinder werden auf die Veranstaltung vorbereitet. Dabei wird im Vorfeld mit den Eltern alles Wichtige besprochen, auch die theoretische Möglichkeit, dass ein Kind verletzt werden könne. Der Fall sei jedoch noch nie eingetreten und auch extrem unwahrscheinlich erläuterte Ana Hesse. Ana Hesse, seit elf Jahren Inhaberin der Hundeschule „Kids & Dogs“ in Helpsen, erklärte, dass die Servicehund-Gruppe aus den unterschiedlichsten Rassen bestehe. Ausschlaggebend für die Ausbildung und den Einsatz seien ein entsprechender Charakter, Spaß am Umgang auch mit Kindern, Geduld und Menschenfreude. Sabine Gorray, Leiterin des Kindergartens, will ihren Schützlingen mit dem Projekt eine Möglichkeit bieten, einen verantwortungsbewussten Umgang mit Tieren zu erlernen, sowie ihre sozialen Fähigkeiten zu fördern. Gemeinsam mit den Hundehalterinnen lernen die Kinder die Körpersprache der Hunde zu erkennen und zu verstehen, was der Hund gerne mag und was nicht. Jeder Hund hat besondere Vorlieben, wo er gern gestreichelt werden möchte. Daneben erfahren die jungen Teilnehmer einiges über die Bedürfnisse der Tiere. Was mögen sie als Futter, wie gibt man ein Leckerli, wo schläft der Hund und warum macht man Spaziergänge mit dem Tier. Die stellvertretende Leiterin des Jägerhof, Andrea Hölzel, berichtete, dass zur Vorbereitung der Besuche gemeinsam mit den Kindern, spezielle Hundekekse gebacken wurden, natürlich ohne Zucker. Nach dem Start der Veranstaltung im Garten mit einer Vorstellungsrunde, musste man schnell in die Halle umziehen, ein Starkregen verhinderte die Arbeit draußen. Mit verschiedenen Gerätschaften bauten die sehr interessierten Kindergartenkinder einen Parcour auf. Danach durfte sich jedes Kind einen Hund aussuchen und ihn dann sogar an der Leine durch den Hindernis-Parcour führen. Ana Hesse und Sabine Gorray bestätigten, dass immer einige Kinder Angst zeigen würden. Die Wahl eines kleineren Hundes oder eines Tieres mit hellem Fell hatte zurückliegend immer eine Lösung gebracht. Die Besuche der Hundehalterinnen mit ihren Tieren im Kindergarten „Jägerhof“ erfolgen ehrenamtlich, erklärte die Leiterin Sabine Gorray.
Schon im vergangen Jahr mussten Musikschulleiter Manolis Stagakis,und Bürgermeister Axel Wohlgemuth die Musikschule aus einer Krisensituation manövrieren. (Foto: cm)

Der Druck auf die Musikschulen steigt

Das sogenannte „Herrenberg-Urteil“ des Bundessozialgerichts vom 28. Juni 2022 hat erhebliche Auswirkungen auf Musikschulen in Deutschland – das zeigt sich nun auch bei der Bückeburger Musikschule Schaumburger Märchensänger e.V. Das Einzelfallurteil bringt eine ganze Branche in Bedrängnis, denn es unterstellt, dass Musikschullehrkräfte, die als Honorarkräfte arbeiten, in Wirklichkeit in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis stehen und somit sozialversicherungspflichtig sind. Dies zwingt Musikschulträger dazu, Honorarkräfte fest anzustellen, was die finanziellen Belastungen erheblich erhöht. Zudem besteht die Angst, dass ehemalige Honorarkräfte klagen. Der Druck auf die Musikschulen steigt. Einige Kommunen in Deutschland haben bereits auf das Urteil reagiert und ihre Honorarkräfte sowiet das möglich ist fest angestellt. Die Musikschule Schaumburger Märchensänger musste dagegen mehreren Honorarkräften kündigen, da die Finanzierung zur Umwandlung in Festanstellungen fehlt. Laut Manolis Stagakis, dem Leiter der Musikschule, darf seine Schule ab dem 1. August keine Honorarkräfte mehr beschäftigen, daher führt man jetzt Gespräche mit den Betroffenen und sucht nach Lösungen. Aktuell hat die Musikschule 19 Lehrkräfte, davon sind neun auf Honorarbasis und zehn fest angestellt. Eine Übernahme aller Honorarkräfte in ein festes Arbeitsverhältnis ist aber derzeit nicht möglich, daher werden jetzt die Kündigungen der laufenden Verträge ausgesprochen. Das Problem ist die Finanzierung: Um alle Honorarkräfte in Teilzeit fest anzustellen, wird ein zusätzliches Budget von über 50.000 Euro benötigt. Um das ins Verhältnis zu setzen: Eine Einzelstunde (45 Minuten) Musikunterricht kostet derzeit für die Schüler 90 Euro. Der Einzelunterricht ist das teuerste Angebot der Bückeburger, es gibt natürlich auch günstigere Einheiten. Die Musikschule müsste nun aber mindestens 556 Stunden zusätzlich geben, um 50.000 Euro mehr reinzuholen – das ist schon jetzt unrealistisch, denn es gibt eine Warteliste für Schüler, die bislang nicht aufgenommen werden konnten, außerdem erwirtschaftet die Schule bereits jetzt jedes Jahr ein hohes Defizit von mehreren hunderttausend Euro. Auch deshalb kann es nicht so weitergehen, dass nun zusätzlich die Personalkosten drastisch anwachsen.   
. (Foto: nd)

Kita-Gebühr steigt geringer, als von Stadt Bückeburg geplant

Die Stadt Bückeburg ist mit ihren zunächst vorgelegten Plänen zur Erhöhung der Kita-Gebühren gescheitert. Die Vorschläge zur Anpassung wurden von den Ratsmitgliedern zunächst in Gesamtheit abgelehnt. Es gab zudem im Vorfeld Proteste der Eltern, wobei eine Initiative eine Unterschriftensammlung gegen die Planungen beim Bürgermeister Axel Wohlgemuth einreichte. In der jüngsten Ratssitzung wurde daher ein Kompromiss mit einer deutlich geringeren Mehrbelastung der Kita-Eltern vorgestellt und auch angenommen. Die Erhöhung wurde damit in zwei Etappen beschlossen. Schon zum 1. August gibt es die erste Anpassung, die zweite folgt dann zum 1. August 2025. Insgesamt bleibt die Stadt Bückeburg damit aber weit unter der zunächst vorgeschlagenen neuen Gebührensatzung. Für die Kindergartenbetreuung von bis zu acht Stunden täglich während den Betreuungszeiten werden keine Gebühren erhoben, Eltern zahlen gesetzlich geregelt nur für Kinder unter drei Jahren und nach der Einschulung, also wenn Krippe oder Hort genutzt werden – oder falls eine Betreuung in den sogenannten Randzeiten benötigt wird. Dazu kommen für alle Kinder, die länger als viereinhalb Stunden in den Einrichtungen sind, die Verpflegungsleistungen. Bei der Verpflegung gab es die größten Differenzen zwischen den bisherigen und den neuen Gebühren. Die Stadt wollte zunächst die Gebühr von 60 auf 120 Euro erhöhen. Man hatte bei den monatlichen Kosten für die Mittagsverpflegung im Jahr 2023 einen Bedarf von 112 Euro errechnet und wollte die Kosten komplett auf die Eltern übertragen, was bei vielen Kommunen üblich ist. Nun steigen die Kosten erst einmal auf 85 Euro. Diese Essenskosten sind im Übrigen nach der einzige Bereich, in dem die Stadt eine Elternquote von 100 Prozent angestrebt hat. Bei der Betreuung hatte die Stadt einen Elternanteil von gut 20 Prozent im Vergleich zu den tatsächlichen Kosten angestrebt; nun bleibt man aufgrund der moderateren Erhöhung aber unter dieser Quote.  
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Teilen sich Audi-Hangar und Werkstatt: Ali Kilinic (re.) und Schecho Aipo. (Foto: ab)

„Audi-Hangar” bald kein Autohaus mehr

Die Marke mit den vier Ringen hatte speziell für die Fachhändler diese moderne Hallenkonstruktion entworfen. Seit dem 1. Juni wird in den Verkaufsräumen fleißig gewerkelt. Ali Kilinic, ein Stadthäger Kaufmann, hat das Gelände gepachtet und plant, hier einen besonderen Baustoffmarkt einzurichten. Gebäude- und Fassadenverkleidungen, Wintergärten, Bad- und Sanitärmöbel, Innen- und Außentüren und vieles mehr, sollen in den großen verglasten Verkaufsräumen angeboten werden. Kilinic will dabei das „Premium-Segment“ bekannter Marken bedienen und legt besonderen Wert auf die Kooperation mit einheimischen Betrieben und Handwerkern. Eine solche Vereinbarung besteht bereits mit einem regionalen Metallbauer, der unter anderem Zaunkonstruktionen auf Kundenwunsch anfertigt. Zurzeit steht der frischgebackene Geschäftsführer in Gesprächen mit weiteren Fachbetrieben. Einzelheiten dazu möchte Ali Kilinic noch nicht verraten. Vieles kann schon am 15. Juli in trockenen Tüchern sein. Dann möchte Kilinic die Eröffnung feiern. Der Termin wie auch die Form der Neueröffnung stehen noch nicht gänzlich fest und sind abhängig vom Fortschritt der Umbaumaßnahmen. Die vorhandene Werkstatt soll Kfz-Werkstatt bleiben. Hier wird zukünftig der 29-jährige Scheco Aipo aus Minden das Sagen haben. Mit drei bis vier Mechaniker bietet er ab dem 1. Juli fachgerechte Arbeiten an allen Fabrikaten an. Bis zur Eröffnung werde noch ein Kraftfahrzeugmeister eingestellt, die Bewerbungsgespräche sind auf der Zielgeraden, erklärte Schecho. Neben fachgerechten Reparaturarbeiten auf insgesamt sechs Bühnen, sind weitere Serviceangebote, wie Klimaanlage-Wartung, Sommer- und Winterräderservice sowie moderne Diagnosegeräte vorhanden. In einem abgetrennten Bereich siedelt sich der TÜV-Süd mit einer Abnahmestation für Hauptuntersuchungen an und ein KfZ-Gutachter erhält ein eigenes Büro. Die Fahrzeuge, die sich derzeit noch auf dem Außengelände befinden, werden weiterhin über die Firma Wecke verkauft.
Stolz präsentieren die Kinder ihre Urkunden als „Pausenhelfer” in der Grundschule Süd. (Foto: ste)

Pausenhelfer in der Grundschule ausgebildet

Auf Schulhöfen geht es zumeist wild zu. Es wird gerannt, gespielt, manchmal auch gerauft oder geschubst. In der Grundschule Süd haben sich deshalb jetzt Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen freiwillig zusammengefunden, um sich als „Pausenhelfer” ausbilden zu lassen. Neben theoretischen Grundlagen gab es auch viele Übungen, um die Kinder auf ihre neue Aufgabe vorzubereiten. Am Ende gab es dann für jedes Kind eine Urkunde und einen Ausweis. Lehrerin Thalea Blankenfeldt steht hinter der Aktion und weiß: „Die vornehmliche Aufgabe der Pausenhelfer wird es sein, die Rettungskette einzuhalten und eventuell bei kleineren Verletzungen unter Aufsicht der Lehrkräfte unterstützend tätig zu werden!” Kaum ausgebildet wurden auch schon die „Dienste” eingeteilt. Immer zu zweit werden die Kinder einen Tag lang aufmerksam über den Pausenhof schlendern und helfen können, wenn sie gebraucht werden. Durch die Ausbildung und die Tätigkeit als Pausenhelfer wird zum einen ein Bewusstsein geschaffen, Unfälle präventiv zu vermeiden, zum anderen erlangen die Kinder Kompetenzen im richtigen Umgang mit Verletzten – wie beispielsweise das Anlegen eines Pflasters oder eines Verbandes. Der positive Nebeneffekt einer solchen Ausbildung liegt auf der Hand: Zu der fachlichen Kompetenz im Bereich Erste-Hilfe oder Pausenhelferdienst werden automatisch Sozialkompetenzen gefördert. So lernen die Kinder, Gefühle zu lesen, Streitigkeiten zu erkennen und gegebenenfalls zu lösen sowie zu trösten. Die Erwartung der Schule: „Die Pausenhelfer tragen durch ihren Einsatz zu einem ruhigeren und positiven Pausenklima bei und lernen, eigenständig Verantwortung zu übernehmen. Die Kinder merken, dass ihr Handeln bedeutsam ist und positive Auswirkungen auf ihre Mitschüler hat!”
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