Schaumburger Wochenblatt
  1. Weihnachten und Ostern sind weiß, an Pfingsten wird es rot

    Kirchenpädagogik klärt über Farben in der Lithurgie auf

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    RINTELN (km). Unter dem Titel "mein Kirchenjahr ist bunt" ließen sich jetzt rund 30 Interessenten über die Bedeutung der Farben in der Lithurgie aufklären. Bei der Veranstaltung mit Ingrid Duske und Heidi Vogt von der Kirchenpädagogik wurden die Teilnehmer in der Nikolai-Kirche gleichsam "mit allen Sinnen, mit Herz und Hand" durch das Kirchenjahr geführt, durchwanderten die Festkreise und konnten ihren persönlichen Jahresablauf und ihre Farben in die Gestaltung einbringen.

    Eingangs hatte jeder Teilnehmer aus einem Körbchen ein farbiges Plättchen gezogen und anschließend seine Assoziationen zu den jeweiligen Farben geäußert - die freilich kaum mit deren Bedeutung in der Lithurgie Kongruenzen aufweisen, wie Ingrid Duske und Heidi Vogt im Anschluss anhand von diversen Exponaten offenbarten. Klar wurde dabei unter anderem, was die Tücher am Altar bedeuten, was das Kirchenjahr überhaupt ist, welche Festtage kirchliche Feiertage sind und welche Traditionen mit ihnen verbunden sind. So gibt es zunächst vier Grundfarben: Violett in der Zeit vor den großen Festen, wie die Adventszeit vor Weihnachten, Passionszeit vor Ostern und auch vor dem Buß- und Bettag. Weiß ist dann die Farbe, wenn es soweit ist (und jeweils dem letzten Sonntag danach): Zu Weihnachten, an Epiphanias und, zu Ostern und Trinitatis (ohne Pfingsten) und auch zu kleineren kirchlichen Festen. Weiß ist auch die Farbe bei Beerdigungen. Die Farbe Rot kennzeichnet Pfingsten und solche Feste, die mit dem Wirken des Heiligen Geistes oder der Kirche an sich zu tun haben, ebenso Gedenktage für Heilige oder Märtyrer. Rot gilt auch bei Konfirmationen, Ordinationen und Synodaltagungen sowie an den Gedenktage der Evangelisten und Apostel. Grün steht für die Zeit nach Epiphanias, für die Vorfastenzeit vor Aschermittwoch sowie für die Zeit an den Sonntagen nach Trinitatis. Foto: km

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