Schaumburger Wochenblatt
  1. Für mehr Sicherheit im Alter

    Polizei, Weißer Ring und Stadtverwaltung verschicken Broschüren

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    RINTELN (ste). Anke Heldt als Außenstellenleiterin des Weißen Ring Schaumburg, Mareen Fennert und Dr. Joachim Steinbeck vom Präventionsrat und Jörg Stuchlik als Leiter des Polizeikommissariates Rinteln starten jetzt eine Aktion zum Schutz älterer Mitbürger*innen vor Straftaten. 4.780 Briefe mit Anschreiben und Broschüren werden zu diesem Zweck an Haushalte mit Personen über 70 Jahren in Rinteln und im Auetal versandt. Vermehrt seien wieder Betrügereien zum Nachteil älterer Menschen zu verzeichnen, so Stuchlik. Hier versuchten die Betrüger Erspartes, Schmuck und andere Wertgegenstände zu ergaunern. Dabei werden die positiven Eigenschaften von Senioren wie Mitgefühl, Vertrauen und Hilfsbereitschaft schamlos ausgenutzt. In drei große Bereiche werden diese Straftaten aufgegliedert: Zum einen gibt es da den bekannten Enkeltrick, bei dem sich die Betrüger als nahe Verwandte ausgeben, um an die Wertgegenstände zu kommen. Aber auch falsche Polizeibeamte führen immer wieder dazu, dass Senior*innen ihr Hab und Gut verlieren. Hier sagt Stuchlik ganz klar: "Die Polizei ruft niemals mit der 110 an und auch fordern wir niemals Wertgegenstände!" Als dritten Trick verwenden Betrüger auch gerne die sogenannten Schockanrufe. Hier wird den Bürgerinnen und Bürgern vorgegaukelt, dass nahe Verwandte einen schweren Unfall oder sonstige Leiden hätten. In Rinteln und auch im Stadthäger Bereich sind aktuell hierzu wieder Anzeigen eingegangen. Da coronabedingt aber keine Präsenzveranstaltungen zur Aufklärung der Senioren*innen in Dorfgemeinschaftshäusern möglich sind, werden diese mit den im Brief beiligenden Broschüren sensibilisiert. Im letztn Jahr gab es in Rinteln nur einen bekannten Fall von Enkeltrick, den ein umsichtiger Taxifahrer verhinderte. "Aber die Dunkelziffer ist schätzungsweise bei 70 bis 80 Prozent von nicht erfassten Taten", so der Leiter des Kommissariates. Anke Heldt fügt hinzu, dass die Scham der Menschen meist zu hoch ist und sie es nicht nur nicht zur Anzeige bringen, sondern es sogar der Familie verschweigen. "Darum", so Mareen Fennert, "ist die Aufklärung auch so wichtig". Da jüngere Bürger*innen eher selten von dieser Art von Betrügereien betroffen sind, wurde die Grenze der angeschriebenen Personen bei 70 Jahren festgelegt. Abschließend fügte Stuchlik noch hinzu, dass die Rintelner und Auetaler statistisch gesehen schon sehr sicher leben im Vergleich zu anderen Bereichen: "Aber jede Tat die verhindert werden kann ist den Aufwand Wert!" Wer Fragen hat sollte sich nicht scheuen beim Polizeikommisariat (05751/954510) oder beim Weissen Ring (0151/55164711) anzurufen.Foto: ste

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