Schaumburger Wochenblatt
  1. Bauausschuss stellt Ausbaupläne des Landkreises massiv infrage

    Zukunft der Kreuzung „Drei Steine“ bleibt offen

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    Bereits die ersten Planungen für einen Ausbau der B65 im Jahre 2004, am Kreuzungspunkt "Drei Steinen", zwischen Bad Nenndorf und Rodenberg, stießen auf wenig Gegenliebe im Landkreis und auch nicht in den betroffenen Kommunen. In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses der Stadt Rodenberg hat sich daran nichts geändert. Alle drei Planungsvarianten fanden keine Zustimmung bei den Ausschussmitgliedern. Am liebsten, so konnte man den Eindruck bekommen, hätte die Ausschussmitglieder die ganze Thematik vom Tisch gefegt und für immer begraben. Samtgemeindedirektor Thomas Wolf erinnerte daran, dass es derzeit nicht um die Zustimmung zu einer Bauvariante ginge, sondern dass die vom Landkreis mit der Planung betraute Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr an beide betroffen Kommunen mit der Frage herangetreten sei, "wie der Ausbau derzeit gesehen wird und in welche Richtung weitergearbeitet werden soll, also ob der 2+1-Ausbau überhaupt gewünscht wird". Der Landkreis habe den Auftrag vom Bund, diese Maßnahme umzusetzen.
    Mehrheitlich äußerten sich die Ausschussmitglieder gegen eine veränderte Führung und eine neue Kreuzungsgestaltung an der B65. Der Bedarf wurde angezweifelt und müsse durch aktuelle Zahlen zuvor klar dargestellt werden, so die Meinung. Nach eigenen Beobachtungen habe sich der Verkehr nicht signifikant verändert, sprich zugenommen. Eine Notwendigkeit wird auch aus dieser Beobachtung heraus abgelehnt. Man wolle kein "Monsterbauwerk" mit elf Brücken und Erdwällen, Fledermausschutzvorkehrungen im Bereich Erlengrund und massivem Landverbrauch von mindestens vierzig Hektar. Grundsätzlich hieß ein Appell, dass die Kommunen von vorneherein in die Planungen mit einbezogen werden sollten. Der Bedarf sei neu zu prüfen. Auch der Bestand der bestehenden Kreuzung, selbst wenn es ein Unfallschwerpunkt sein sollte.
    Einstimmig wurde daraufhin der Beschluss gefasst, "dass die Verwaltung damit beauftragt wird, die Planungen des Landesstraßenbauamtes kritisch zu hinterfragen und die Notwendigkeit der Umgestaltung der B65 zwischen Rodenberg und Bad Nenndorf zu prüfen".

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