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Der Fahrzeugführer setzte seine Fahrt fort, ohne seinen Pflichten als Unfallverursacher nachzukommen.  (Foto: placeholder)

Unfallflucht auf der L 442 bei Krainhagen

Eine Verkehrsunfallflucht ereignete sich auf der L 442 bei Krainhagen am Dienstag, den 06.01.2026, gegen 01:35 Uhr.
Einen ersten Einblick in seine karnevalistischen Fähigkeiten gab Fürst Dirk der I. von der Ems bei der Proklamation. (Foto: ste)

Neues Dreigestirn: „Dirk der Erste von der Ems“ ist Fürst

Der Wachwechsel beim Rintelner Carnevalsverein ist vollzogen: Wie jedes Jahr stellt der Verein sein neues Dreigestirn vor – in diesem Jahr erstmals im stilvollen Saal des Waldkater. Zwar wird der Waldkater nicht zur neuen Karnevalshochburg, denn diese Rolle bleibt der ErnA, dem Saal im Gymnasium Ernestinum, für die Prunksitzung vorbehalten, doch der Saal eignete sich hervorragend, um zu zeigen, was den Rintelner Karneval in dieser Session prägt: Zu Beginn präsentierten die Garden eine erste Kostprobe ihres energiegeladenen Könnens, gefolgt vom Dreigestirn mit Fürst, Kanzlerin und Tillin, die in diesem Jahr neu besetzt wurden. Fürst Bodo der I. vom Taubenberg wurde verabschiedet, ebenso wie Roberto der I. vom Fockenkump, dem die Narretei mit in die Wiege gelegt wurde. Auch Tillin Lisa Rabe musste ihre Ämter niederlegen. Das neue Dreigestirn präsentierte sich im Anschluss mit Fürst Dirk der I. von der Ems, Kanzlerin Petra die I. vom Weserbogen und Tillin Mia Fromme. Kinderprinzessin wurde Maja die Erste. Unter großem Beifall der karnevalistischen Gäste, zu denen auch der Vizepräsident des Niedersächsischen Prinzen Club e.V. Andreas Ohm gehörte, gab es Raketen und Jubelrufe wie „Rinteln Helau“. Ebenfalls zu Gast waren Delegationen befreundeter Vereine aus Hameln, Alverdissen, Minden-Porta, Grün-Rote-Bütt und Kalledonien. Das diesjährige Sessionmotto lautet: „Der RCV bringt die ErnA zum Beben, unser Karneval wird weiterleben!“ Und wie das Weiterleben aussehen soll, dazu hatte Vereinsvorsitzender Sebastian Westphal bereits eine Idee: Wenn alle so treu und engagiert bleiben wie die Geehrten, die vom Bund Deutscher Karneval e.V. in Köln ausgezeichnet wurden, muss es einfach klappen. Bronze erhielten Pia Brandt, Natalie Heine, Maja Kampmeier, Lea Lachner, Lea Mohme und Joy Timmel für ihre tänzerischen Leistungen; Gold ging an Hans Hübner für seine Musikdarbietungen; Jörg Riechert erhielt Bronze für seine Büttenreden. Silbermedaillen im Tanzsport gingen an Mia Fromme, Ronja Fromme, Stefanie Nolting, Sina Nolting, Lisa Thiedig und Pia Thierbach. Westphal kündigte für die laufende Session an, die im vergangenen Jahr erstmals veranstaltete Halloween-Party beizubehalten und diese künftig das Oktoberfest ersetzen zu lassen.
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Der moderne Unimog des Rintelner Bauhof kann auch schon Sole ausbringen. (Foto: ste)

Irgendwann kommen wir zu jedem

6:45 Uhr auf dem Rintelner Bauhof. Es herrscht bereits seit 5 Uhr geschäftiges Treiben und das Telefon von Bauhofleiter Klaus-Ulrich Hartmann steht nicht still: „Der Schulhof der Grundschule Süd muss gereinigt werden“, ruft er seinem Team zu. Hartmann hatte zugestimmt, dass das Schaumburger Wochenblatt eine der Schneetouren mitfahren darf. 21 Touren koordiniert Hartmann insgesamt, 15 davon mit Maschineneinsatz, sechs durch Handstreukolonnen. 14 Touren schafft der Bauhof in Eigenregie, für weitere sieben Touren werden Lohnunternehmer eingesetzt: „Goldbeck, Hohenrode, Schaumburg, Deckbergen, Westendorf, Uchtdorf, Volksen, Wennenkamp und Friedrichswald schaffen wir mit unseren Kräften nicht“, so Hartmann. Noch werde zumeist ein Splitt-Salz-Gemisch verstreut, die Zukunft liege jedoch im Aufbringen von flüssiger Sole: „Das ist umweltfreundlicher!“ Sole habe den Vorteil, dass sie quasi auf der Straße festklebe und nicht wegwehe. Rund 500 Tonnen Splitt und Salz lagert der Bauhof in seinem Bunker und der moderne Unimog, mit dem ich gleich mitfahren darf, verfügt auch schon über die Möglichkeit von Soleausbringung. Das Ziel von Bauhofmitarbeiter Björn Saeger als Fahrer des Unimog am heutigen Morgen ist Todenmann: „Da kann man gut erleben, was es heißt steile und auch enge Straßen vom Schnee zu befreien“, so Saeger. Normalerweise ist er mit einem anderen Arbeitsgerät am Unimog zuständig für Heckenschnitt, sogenanntes Straßenbegleitgrün. Doch der Winterdienst hat Vorrang und so bleiben die anderen Arbeiten erst einmal liegen. Rote Seitenbegrenzungsleuchten zeigen, dass das drei Meter breite Schild auch schon auf den ganz normalen Straßen eine Herausforderung ist. Es kann angeschrägt werden, damit sich die Fahrzeugbreite verringert. Das größte Problem sind geparkte Fahrzeuge, so Saeger, denn wenn in den Nebenstraßen in Todenmann gerade einmal die Mindestfahrbahnbreite von drei Metern neben einem parkenden Fahrzeug bleibt, muss er Millimeterarbeit leisten, um die Straße vom Schnee freizuschieben. Geschoben wird nach Dringlichkeitsstufen. Zuerst die Hauptzubringer, dann Hanglagen und Schulwege, dann Wohnviertel. „Irgendwann kommen wir zu jedem“, ist sich Björn Saeger sicher. Die Kreis-, Landes- und Bundesstraßen werden durch die Straßenmeisterei bearbeitet: „Da darf wegen der höheren Geschwindigkeiten auch kein Splitt gestreut werden!“ Für Saeger ist es der dritte Winter beim Rintelner Bauhof und die Maße seines Fahrzeugs kennt er im Schlaf. Auch die Problemstraßen, in die er in weiser Voraussicht häufig rückwärts einfährt. Dann kann er nämlich durch sein eigenes Streuen bereits etwas mehr Traktion auf die Räder bringen: „Fängt mein zwölf Tonnen schwerer Unimog erst an zu rutschen, dann kann auch Allrad die Physik nicht außer Kraft setzen!“ Doch mit Erfahrung und Schleuderketten für Vorder- und Hinterräder ist der Unimog schon ein echtes Allroundtalent für schwierige Situationen. Gefährliche Situationen habe er schon erlebt, so Saeger, doch passiert sei bislang zum Glück noch nichts. Dann muss er sich wieder voll konzentrieren auf das Heben, Senken und die Schrägstellung des Räumschilds, auf die Steuerung der Salzstreuung und natürlich auf den Verkehr, denn nicht immer üben andere Fahrzeugführer Rücksicht. Aber genau diese Abwechslung und Vielfalt in seinem Beruf ist es auch, die Björn Saeger Spaß machen. Dann geht es in die Straße „Am lichten Holz“ in Todenmann, die durch ihre enge Beschaffenheit und die Steigung höchste Konzentration erfordert. Aber es geht auch noch steiler, denn in Schaumburg, Wennenkamp und Friedrichswald gibt es Straßen, die über 20 Prozent Steigung aufweisen und das schafft bei Glätte nicht einmal ein starker Traktor. Da relativiert sich Saegers Spruch „Irgendwann kommen wir zu jedem!“ Nach knapp zwei Stunden muss wieder Salz nachgeladen werden, doch die Tour endet für Saeger noch nicht. Und für die kommenden Tage ist weiterer Schnee angekündigt.
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