Schaumburger Wochenblatt
  1. Nachdenken, was der Stadt gut tun würde

    Bürgermeister fordert mehr Kreativität bei den Pachtinteressenten für den Weseranger / Unterstützung angeboten

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    RINTELN (ste). Die Stadt Rinteln will fast 17.000 Quadratmeter Fläche am Weseranger im Bereich des Biergartens, Wohnmobilstellplatzes, Boule-Anlage und Freifläche verpachten: "Und zwar an einen Pächter mit Visionen dafür, was der Stadt an dieser Stelle gut tun könnte", so Bürgermeister Thomas Priemer in einer öffentlichen Veranstaltung, zu denen die potentiellen Pachtinteressierten eingeladen waren. Zwei Voraussetzungen sieht Priemer für eine Entscheidung der Stadt: "20.000 Euro Pacht pro Jahr ist die Mindestsumme und die geplante Nutzung muss uns überzeugen!" Mit im Rennen um die Flächen sind derzeit Uwe Deppe vom Doktorsee, Arif Sanal von der "Bodega Beach", Wolfgang Arndt vom Biergarten am Weseranger, Marlon Klaasen und Piergiulio Ruhe. Welche Konzepte wer an diesem Ort vorantreiben will, dazu hielten sich die Interessierten bedeckt. Und auch Thomas Priemer, der zusammen mit Dr. Joachim Steinbeck, Uwe Sievert und Andreas Wendt die Wogen nach anfänglichen Unstimmigkeiten in der Pachtvergabe glätten wollte, hielt sich da sehr bedeckt: "Meine Herren, hier ist Kreativität gefragt. Wenn sie mich fragen, hätte ich schon jede Menge Ideen, um mit wenig Aufwand viel an diesem exponierten Ort zu erreichen!" Die Stadt forderte keine wissenschaftliche Ausarbeitung oder ein Modell der künftigen Nutzung, in der Verwaltung wolle man überzeugt werden durch gute Ideen. Zur Frage möglicher Aufbauten im Überschwemmungsgebiet nur so viel vom Bürgermeister: "Was bisher genehmigt ist hat auch Bestand!" Es dürften keine beweglichen Einrichtungen gebaut werden, die bei einem Hochwasser wegschwimmen können. Feste Bauten dürften den Wasserzu- und -ablauf nicht hindern. Möglicherweise müssten Kompensationsflächen für Bauten andernorts geschaffen werden. Voraussetzungen für die Flächen: "Der Wohnmobilstellplatz muss erhalten bleiben, der Biergarten sollte erhalten bleiben und Unterpachtverhältnisse lässt die Stadt zu!" Priemer wies noch einmal eindeutig auf die Rechtsauffassung der Stadt hin: "Anders als ein Ratsherr sind wir der Auffassung, dass es sich hier um ein rein privatrechtlich geschlossenes Vertragsverhältnis mit einem Pächter handelt, nicht um ein öffentlich-rechtliches, das Vergaberichtlinien entsprechen muss!" Er bot den Interessenten Einzelgespräche und Unterstützung durch die Stadt bei Prüfungen von Nutzungsmöglichkeiten an. Und dann ließ Priemer doch noch ein wenig in sein gedankliches Schatzkästchen blicken: "Zum Beispiel Sonnensegel, Sitzmöglichkeiten, Spielmöglichkeiten, ein Grillplatz und so weiter!" Wichtig sei es, die Verweildauer der Menschen dort am Weseranger zu erhöhen, immerhin fahren 200.000 Radwanderer pro Jahr genau dort entlang. Jetzt sei die Kreativität der Bieter gefragt. Foto: ste

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