„Ihr habt eure Lehrzeit zu Ende gebracht und dürft euch zu Recht nun Handwerk-Profis nennen. Dank gilt nicht nur euch, sondern auch allen, die mit euch an diesem Abschluss mitgewirkt haben: Lehrer und Ausbilder, die Betriebe, Eltern, Freunde und Familie und alle weiteren, die sich mit euch gefreut haben“, konstatiert Kreishandwerksmeister Dieter Ahrens. In einer Parabel machte er den neuen Gesellen deutlich: „Wir sollten unsere Arbeit immer so verrichten, als wäre sie für uns selbst. Mit Sorgfalt haben Sie Ihre Zukunft geplant, darauf können Sie stolz sein. Jedoch sollten Sie nicht zurückschauen und sich auf Ihrer Leistung ausruhen, sondern nutzen Sie die Zeit: Vermehren Sie ihr Wissen und Können“, rät der Kreishandwerksmeister. Landesbischof Karl-Hinrich Manzke stellte fest: „Sie und ihr Können werden gebraucht in der Gesellschaft, um das Land weiterzuentwickeln und den Kompass zu halten“. Zurückgeblickt in mittelalterliche Zeiten, als die Lehrlinge noch im Familienverbund mit ihren Meistern lebten und dem Begriff „Freisprechen“ noch eine ganz andere Bedeutung zukam, finden die jungen gesellen heute ganz andere Bedingungen vor. „In diesem Land werden wir frei geboren, anders als damals. Leistung wird in ihrem Beruf großgeschrieben, alles muss klappen – und wenn nicht, gibt es gleich Beschwerden. Doch nicht alles kann mit Leistung zum Guten gewendet werden, etwa in der Medizin. Daher wünsche ich unserem Land, dass sich das Gespräch darüber gegönnt wird und wir nicht nur Leistung, sondern auch Enthaltsamkeit wachsen sehen“. Kreislehrlingswart Walter Hardekopf verkündete im Anschluss die Ergebnisse und stellte den Mut der jungen Gesellen, sich vor drei Jahren in eine Ausbildung zu trauen, hervor: Sie haben in einer schwierigen zeit, der Corona-Pandemie, ihre Ausbildung begonnen und diese gemeistert. Wir sind sehr stolz auf Sie – behalten Sie Ihren Status und setzen Sie den zum Wohle der Gesellschaft ein“.
Riccardo Müller und Cedric-Luca Alt erhalten ihren Abschluss als Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk, Schwerpunkt Bäckerei. Nick Buschmann, Cedrik Böttcher, Danny Friedrichs, Maciej Konrad Mirski und Tjark Schmethüsen dürfen sich ab sofort Maurer-Gesellen, Dominik Berg, Domenik Berlitz, Luca-Leander Sprung, Tobias Steven Turner und Jonas Vollrath dürfen sich Zimmerer-Gesellen nennen. Salam Shareef Haji Al Hajo, Sadri Berisha, Adrian Ebel, Ole Hartmann, Jerom Hochgrebe und Emil Leinweber nehmen ihren Dachdecker-Gesellenbrief entgegen, Kilisn Maurice Durchleuchter, Tim Eckert, Benedikt Fröhlich, Tjard Erik Harders, Simon Hegerhorst, Alexander Klemke, Maximilian Schweer und Valentin Seeger bekommen ihre Tischler-Abschlusszeugnisse. Den erfolgreichen Abschluss als Maler und Lackierer, Fachrichtung Gestaltung und Instandhaltung, haben Julia Grischina, Niels Collins, Dario Danecker, Moritz Leimbach, Justian Mevert, Leon Kerzel und Sebastion Leon Schlolli in der Tasche. Vanessa Meier, Lucas Quante, Christian Wilmsen und Albon Neziraj dürfen dich ab sofort Fahrzeuglackierer-Gesellen nennen. Mohamaed Alkhalil, Yasin Aydin, Torben Look und Tom Raguse haben den Abschluss als Anlagenmechaniker Sanitär-Heizung-Klimatechnik erworben, Mamadou Billo Diallo den Abschluss als Feinmechaniker. Phillipp Braun, Felix Müller, Muharrem Canolli, Leonid Möhrke, Felix Niemeyer und Leonard Steven Hillmann erhalten ihre Gesellenbriefe als Elektroniker der Fachrichtung Energie und Gebäudetechnik, Yevhen Adam und Habib Allahrami erhalten ihren Gesellenbrief als Kfz-Mechatroniker. Ilknur Balta, Annika Hartmann, Samoael Ishamail und Saif Hussain haben erfolgreich das Frisör-Handwerk erlernt.
Nach der Zeugnisübergabe hatte zudem Kreishanderwerkerschafts-Geschäftsführer André Harting eine kleine Anekdote samt Tipp für die neuen Handwerk-Profis: Jede Woche erreichen mit Anrufe: Suche Nachfolge, helfen Sie mir! Also – bilden Sie sich weiter, machen Sie ihren Meister. Die Chancen und Möglichkeiten sind derzeit so groß wie nie zuvor“. Foto.nh