Schaumburger Wochenblatt
  1. Am Sonntag lockt ein attraktiver "Kulturbummel"

    Auch Schaumburg beteiligt sich am Internationalen Museumstag / Fakten rund um Hexen, Feuerwehr und mehr

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    LANDKREIS SCHAUMBURG (al). Dass Museen alles andere sind als verstaubt und muffig, sondern sie oft mit modernsten Methoden Wissen zu speziellen Themen näher bringen wollen, gilt als hinreichend bekannt. Einmal im Jahr aber soll dies noch ein bisschen deutlicher werden: beim Internationalen Museumstag. Auch Schaumburger Einrichtungen beteiligen sich daran. Diesmal hatte der Bundesverband das Motto "Museen - Zukunft lebndiger Traditionen" gewählt, als er dazu aufrief, sich an diesem Sonntag, 19. Mai, mit besonderen Aktionen zu beteiligen. Manche warten mit freiem Eintritt auf. Andere bieten Sonderführungen an. Wieder andere werben mit musikalischen oder sonstigen Aktionen für sich. Mitunter dürfen auch kleine Gäste Spannendes erwarten. In Deutschland gibt es mehr als 6500 Museen, weltweit sind es sogar 37.000 in über 158 Ländern. Sie alle bewahren Kulturgut, das aus der Vergangenheit in die Zukunft hinein wirken soll. Im vergangenen Jahr beteiligten sich bundesweit 1720 Museen mit mehr als 4100 Aktionen. Diesmal dürfte es mindestens die gleiche Zahl sein. Für Besucher ist dies die beste Gelegenheit, sich einmal mit einem Museum vor Ort auseinander zu setzen. Zu festen Öffnungszeiten vermitteln diese Einrichtungen Wissen zu den unterschiedlichsten Themen. Ein Blick in die Vergangenheit kann genau so interessant sein wie die Dokumentation regionaler Besonderheiten. Wer noch nie oder schon länger nicht mehr im Bückeburger Hubschraubermuseum war, dürfte staunen, was sich dort allein in der jüngsten Vergangenheit verändert hat. Gleich fünf Einrichtungen in der Residenzstadt freuen sich auf viele Besucher, darunter das neue Museum, das die Hilfsorganisationen Feuerwehr, DRK, ASB, THW und DLRG gemeinsam aufgebaut haben. Die Rintelner Eulenburg überrascht in ihrem modernen Ambiente zum Beispiel mit Fakten zur Hexenverfolgung und zur Universitätsgeschichte. Immer wieder interessant ist der Blick auf das Stadtmodell. In Stadthagen dominiert die Feuerwehr im Museum Amtspforte. Weil die freiwilligen Helfer ihr 150-jähriges Bestehen feiern, haben sie eine Sonderausstellung konzipiert. Zum ersten Mal dabei ist der Flecken Lauenau, der gleich vier Anlaufpunkte für einen lokalen "Kulturbummel" bietet. Im Amts- und Fleckenmuseum könnten Exponate einer Sonderausstellung durchaus ein wenig Gänsehaut verursachen. Es geht um "Bademütter, Wunderheiler und Zahnartisten", wie diese vor Zeiten die "medizinische Versorgung" besorgten. Geöffnet sind ferner die Josef-Hauke-Ausstellung und die katholische Kirche mit Werken des Künstlers. Und ein "Museum" der besonderen Art unterhalten die örtlichen Modellbahnfreunde, die an diesem Tag ihre Züge unter anderem zum Lauenauer Bahnhof rauschen lassen. Schirmherr des Museumstags ist der amtierende Bundesratspräsident, der Schleswig-Holsteiner Ministerpräsident Daniel Günther. Foto: al

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